Geschehen im Rheinstadion zu Düsseldorf am Samstag Nachmittag, so kurz vor Vier.
Herr Lambertz - beinahe schon legendärer Mittelfeldspieler der Fortuna - schnörkelt am linken Strafraumeck so gut er kann, Xavier Pinola - Linksverteidiger des FCN, früher auch beinahe legendär, seit geraumer Zeit ziemlich neben der Mütze und zurzeit vertragsverhandelnd - rutscht leicht aus, kommt so nicht in den Zweikampf, kann Lambertz deshalb nur stellen, Linksaußen Alexander Esswein ist so einigermassen mit seinem Gegenspieler - der versucht zu hinterlaufen - mitgerannt und hat ihn so aus dem Spiel genommen, der Düsseldorfer stoppt ab, unser Alex dankend und zufrieden ebenfalls, so fängt er an den Zweikampf zwischen Pinola und Lambertz recht interessiert und abseits zu beobachten, wohlgemerkt, er guckt so ungefähr ein bis zwei Sekunden, das ganze ging also nicht besonders schnell, ein Eingreifen wäre durchaus möglich gewesen, doch anstatt zwei Schritte auf Lambertz zu zugehen - und Pino zu helfen - und dem Düsseldorfer den Weg zum Tor dicht zu machen, guckt er weiter entspannt zu.
Doch die Szene geht - wie wir alle wissen - geradezu tragisch weiter, Lambertz spielt dann - wie die Östereicher so treffend sagen - eh einen Stanglpaß, der an Freund und Feind vorbei kullert, aber nicht so ganz, denn am langen Pfosten wacht Veteran Hanno Ballitsch oder genauer er wacht auf, just im Moment als ihm der Ball vor die Füße hoppelt und der wackere Hanno bugsiert das Gerät erschrocken über die eigene Torlinie, wieder wohlgemerkt, es war nicht so, dass er nur noch unkontrolliert eingreifen konnte, hätte er nicht nur mit eher geringem Interesse für das Spielgeschehehn zugeschaut, wäre es möglich gewesen, den Ball kontrolliert zumindest über die Torauslinie zur Ecke zu klären. Muss zugeben, dass der Autor - wie Loddar mag ich die grammatikalische dritte Person sehr gerne - darauf hin leicht, aber deutlich die Contenance verlor, am Samstag kurz vor Vier.
wo sollte das denn enden
Solcherlei Unaufmerksamkeiten rauben mir schon die gesamte Saison den letzten Fußballnerv, ich kann mich an keine Saison erinnern in der ich mich in der Kneipe, im Stadion, vor dem Fernseher oder sonstwo Freitags, Samstags oder Sonntags so oft so rumpelstilzchenmäßig aufgeregt habe, mag sein, dass man mit dem Alter meckriger und ungeduldiger wird, aber es hat ganz sicher vor allem mit dem eben beschriebenen, zu oft zu schlafmützigem Fußball unserer Mannschaft zu tun.
Andererseits, angenommen die Mannschaft hätte tatsächlich so konzentriert und entschlossen gespielt, wie ich das nicht nur eben gefordert habe, nur einmal angenommen, dann stellt sich sofort die Frage, was dann alles möglich gewesen wäre, wieviel Punkte hätten wir dann auf dem Konto, wären es sechs, sieben, acht oder neun oder gar zehn Punkte mehr, das wäre dann beinahe Championsleague, stellt sich dann aber sofort die Frage, ob denn die Mannschaft tatsächlich so viel Potential besitzt, so für Europa, man stelle sich also vor, Hanno Balitsch verteidigt Christiano Ronaldo...Wahnsinn?
So kommt man also ziemlich schnell auf den Trichter, nein, um Gottes Willen, wir sind nun wirklich kein Championsleagueaspirant, diese Vorstellung gerät so unrealistisch, das sie beinahe schmerzt, und so ist das Schäfersche Urteil von einer guten Saison zutreffend und realistisch, viel besser geht es nicht, wir haben eben einige unverbesserliche Vogelwilde und Schlafmützen in der Mannschaft, die einfach nicht die Qualität haben, über neunzig Minuten fokussiert zu arbeiten und die dann den Rest der Mannschaft ebenfalls phlegmatisch aussehen lassen, der FCN als VW-Käfer, der nur läuft, aber halt nicht besonders schnell. Vierzig Pferdestärken geben eben nicht mehr her.
Insofern kann ich oder muss ich die Leistung in Düsseldorf als ordentlich einschätzen, als okay, gehe also nur teilweise mit dem Kollegen Belschanov - hoch geschätzter Autor von Clubfans United - konform, der den Auftritt in der ersten Halbzeit recht zornig als indiskutabel beschrieb, nein, die können es einfach nicht besser, es kann einfach nicht sein, dass diese Truppe mehr drauf hat, ja, es darf nicht sein und wenn ja, dann ist das Gequatsche über die beste Liga der Welt reines Gefasel, naja, ist es eigentlich so wie so.
post scriptum
Ja, es gab über den Zweizueinssieg hinaus durchaus Erhellendes zu bemerkern. So darf ich hiermit endgültig feststellen, das Herr Mak kein linker Mittelfeldspieler, auch kein rechter ist, Herr Mak ist weder Linksaußen noch Rechtsaußen, ist nur eine Zehn und nichts anderes, außerdem fand ich das Saisondebut des Markus Mendler vielversprechend, prognostiziere oder prophezeie, dass er derjenige eigentlich Junge ist, der in der kommenden Saison der Mannschaft richtig weiterhelfen kann, und zwar auf dem Flügel.
agolnaihaua
über das leben mit dem club
13.05.13
26.04.13
über sozialisation, fusion, sanktion und einen boykott
Ein Fanboykott also, gegen Hoffenheim, keine Gesinge und Gehoppse die gesamten neuzig Minuten über, als Strafe für die angeblich so schlechten und unmotivierten Leistungen in den Derbys. Ein paar Gedanken darüber meinerseits und achtung, ich bin wieder einmal zu lang und hole furchtbar aus, schweife ab, wie immer, egal, was geschrieben werden muss, muss eh geschrieben werden.
am anfang
Ich behaupte, dass es 1980 das letzte, tatsächliche Derby gab. Danach verabschiedeten sich die Fürther aus dem Profifußball und der Glubb geriet zur Fahrstuhlmannschaft zwischen Liga eins und der zweiten. Ich wurde erst nach diesem letzten Derby fußballsozialisiert, glubbfanatisch, erlebte mein erstes Bundesligaspiel Im Städtischen, gegen die Bayern, wurde wütend als Bernd Martin den Dieter Trunk auf dem Weg zum Dreizwei umtrat, erinnere mich an ein Zweivier im Pokalfinale, an die fiese Schwalbe des Herrn Krauss, ich erinnere mich an ein Training morgens um sechs, um den Magier Heinz Höher versammelten sich Dieter Eckstein, der talentierte Frank Nitsche, der Dribbler Rudi Stenzel, Reiner Geyer und Fred Klaus, und an ein Zweinull gegen Kassel im darauffolgenden Sommer. Ich erinnere mich an ein grausames Spiel bei der Hertha vor knapp 4000 Zuschauern im beinahe baufälligen Berliner Olympiastadion. Das waren die Dinge, die bewegten, die prägten, ich schweife ab, wie versprochen.
Der Club war zu dieser Zeit pures Chaos, es gab das berühmte, ständige Auf und Ab, eine Achterbahn der Gefühle - manchmal auch eine Geisterbahn - seltsam aufregend, und Frankenderbys gab es erst einmal nicht mehr. Meine Generation wusste über die Fürther nicht mehr so viel, gerade noch, dass sie irgendwann einmal zweite Liga Süd gespielt haben, im ehrwürdigen Ronhof, so wie Bayern Hof, auf der Grünen Au. Derbys, die gab es von nun an gegen den übermächtigen und - übrigen - immer noch - aroganten FC Bayern.
das verschwinden des frankenderbys
1996 war der Club nach diversen Skandalen - zu nennen sind einige schwarzen Kassen, Prof. Dr. Dr. Böbels längeren Aufenthalt im Zuchthaus, durbiose Geschenke an die Schiedsrichter, Vlado Kasalos Kopfballtore und dieser grauselige Schuldenstand - wir waren bis in die Regionalliga abgestürzt, und ein Derby wäre wieder möglich gewesen, denn die Fürther hatten sich wieder in eben diese Regionalliga hochgearbeitet. Doch wir stiessen auf eine Mannschaft mit dem Namen SpVgg Greuther Fürth, und das "Greuther" zwischen "SpVgg" und "Fürth" war der Haken.
Die Fürther und die Greuther hatten nämlich sauber fusioniert. Und die Fusion machte durchaus Sinn. Die Kleeblättler besaßen immer noch Geschichte und Tradition und einen recht guten Namen, waren aber so gut wie Pleite. Die Greuther besaßen das notwendige Geld und das geschäftliche Know-How (Martin Bauer Group). Auch sportlich wurde sich vermischt, so war der Trainer neu - Armin Veh - ein Drittel des Kaders kam von den Fürthern, ein Drittel aus Greuth, und ein Drittel des Kaders bestand aus Neuzugängen. Aus den Kleeblättlern waren die Kleeblatteebeutel geworden. Das Frankenderby war endgültig gestorben, das letzte fand also - wie anfangs erwähnt - irgendwann Anfang der 80er Jahre statt. Das Spiel gegen die Greuther und Fürther am letzten Sonntag war also kein Derby, sondern eine peinliche Niederlage gegen den hoffnungslos abgeschlagenen Tabellenletzten der Liga.
sportliche einschätzungen
Zugegeben, die Spiele gegen die Fürth und auch das gegen die Bayern waren gelinde gesagt durchschnittlich und irgendwie seltsam emotionslos, zu wenig aggressiv waren die glubberer - wie übrigens schon in der gesamten Hinrunde so hin und wieder - es wurde Beamtenfußball gespielt, ordentlich, diszipliniert, mehr nicht, aber auch nicht weniger. Oft reicht das eben nicht aus. Außerdem ging es gegen die Bayern einigen zu schnell - auch gegen Schalke und Dortmund war das so - die Mannschaft war überfordert. Aber große Probleme mit den Bayern hatten während dieser Spielzeit auch andere Mannschaften.
Im Spiel gegen die Fürther verfiel die Mannschaft in die übliche krampfhafte Ratlosigkeit, wenn es nach Vorne ging, und trotzdem war es - wie auch schon erwähnt - ein Einsnull- oder Zweinullspiel, wir hätten eigentlich gewinnen müssen. Beide Spiele zeigen, dass die Mannschaft limitiert ist, von einer Europaligateilnahme zu sprechen ist Phantasterei, das hat die Mannschaft einfach nicht drauf. Halte den angekündigten Liebesentzug also aus sportlichen Gründen deshalb für übertrieben und unangemessen.
über gewöhnung und verzogenheit
Früher hätte man, um die Mannschaft zu strafen, einfach ein paar Spiele ausgelassen, mit dem festen Vorsatz nie mehr zum Glubb zu gehen, und man war traurig und wütend und manchmal sogar schweigend nach dem Spiel mit der U-Bahn nach Hause gefahren. Während der Spiele hätten wir gemault und gepfiffen. Die meisten kamen dann übrigens doch wieder. Man war sich irgendwie bewusst, dass es die Mannschaft nicht einfach nicht besser konnte, und wir waren abgehärtet, Chaos und Unzulänglichkeiten gerieten zur Normalität.
Heutzutage geht es ruhig und geordnet und sogar gesittet zu am Valznerweiher, fast ein bißchen langweilig, wenn man - wie ich und viele andere - in den ganz wilden Zeiten aufgewachsen ist. Vielleicht mochten wir das Chaos, nicht aus Masochismus, sondern weil es irgendwie auch besonders und liebenswürdig war. Heute zweifelt niemand mehr an der Lizenzerteilung - war einmal eine spannende Angelegenheit - und der Club ist tatsächlich in der Lage seine Briefmarken zu bezahlen, ist doch eine gute Entwicklung.
Möglicherweise fehlt diesen am Samstag streikenden, jungen Menschen die Erfahrung der wilden Achtziger und Neunziger, möglicherweise sind sie etwas verwöhnt und legen einen moralischen Maßstab an, der unrealistisch und krumm ist, und außerdem das Wesentliche etwas aus den Augen verliert, nämlich das Bolzen der zweiundzwanzig Menschen auf dem Spielfeld. Das steht nach wie vor im Vordergrund. Das sollte man nicht vergessen.
ein fußballmoralismus
Wieder eine Behauptung: Die Truppe, die wir momentan haben, ist in Ordnung. Sie hätte nach den neun Spielen ohne Niederlage und nach dem respektablen Abschneiden in den letzten Jahren Kredit verdient. Spieler wie Timmy Simmons oder Raphael Schäfer oder Per Nilsson oder Hanno Balitsch oder Timm Klose - der mit einer mittelschweren Gehirnerschütterung gegen die Bayern durchhalten wollte und gegen die Fürther tatsächlich einige Zeit durchgehalten hat - das sind gute, saubere Leute, haben die richtige Einstellung, das ist nicht zu bestreiten.
Doch teilweise wird von Teilen der Fans falsche Loyalität eingefordert. Wenn sehr gute Leistung erbracht wird, ist das selbstverständlich, nichts besonderes, die werden ja bezahlt. Doch dieses grundsätzliche Ausschließen der Mannschaft aus der Clubgemeinschaft macht im wahrsten Sinne des Wortes den Verein unmöglich. Loyalität beruht auf Gegenseitigkeit. Die Spieler haben das längst bemerkt. Ganz grundsätzlich ist die Mannschaft wesentlicher Bestandteil eines Clubs, weil des Spiels an sich, ganz einfach. Das hat mit den Spielergehältern nichts zu tun.
Dieses "Heyheyhey", der mechanische Jubel nach Spielende, kommt mir manchmal wie eine bloße Fassade vor, die unter den in den letzten Abschnitten beschriebenen Umständen eine Gemeinschaft zwischen Spielern und Fans heuchelt. Ich kann mir vorstellen, dass das dann auch für - noch einmal - integre Spieler wie Timmy Simmons oder Hanno Balitsch zur bloßen Pflichtübung gerät. Das wäre aber doch irgendwie traurig, oder ?
am anfang
Ich behaupte, dass es 1980 das letzte, tatsächliche Derby gab. Danach verabschiedeten sich die Fürther aus dem Profifußball und der Glubb geriet zur Fahrstuhlmannschaft zwischen Liga eins und der zweiten. Ich wurde erst nach diesem letzten Derby fußballsozialisiert, glubbfanatisch, erlebte mein erstes Bundesligaspiel Im Städtischen, gegen die Bayern, wurde wütend als Bernd Martin den Dieter Trunk auf dem Weg zum Dreizwei umtrat, erinnere mich an ein Zweivier im Pokalfinale, an die fiese Schwalbe des Herrn Krauss, ich erinnere mich an ein Training morgens um sechs, um den Magier Heinz Höher versammelten sich Dieter Eckstein, der talentierte Frank Nitsche, der Dribbler Rudi Stenzel, Reiner Geyer und Fred Klaus, und an ein Zweinull gegen Kassel im darauffolgenden Sommer. Ich erinnere mich an ein grausames Spiel bei der Hertha vor knapp 4000 Zuschauern im beinahe baufälligen Berliner Olympiastadion. Das waren die Dinge, die bewegten, die prägten, ich schweife ab, wie versprochen.
Der Club war zu dieser Zeit pures Chaos, es gab das berühmte, ständige Auf und Ab, eine Achterbahn der Gefühle - manchmal auch eine Geisterbahn - seltsam aufregend, und Frankenderbys gab es erst einmal nicht mehr. Meine Generation wusste über die Fürther nicht mehr so viel, gerade noch, dass sie irgendwann einmal zweite Liga Süd gespielt haben, im ehrwürdigen Ronhof, so wie Bayern Hof, auf der Grünen Au. Derbys, die gab es von nun an gegen den übermächtigen und - übrigen - immer noch - aroganten FC Bayern.
das verschwinden des frankenderbys
1996 war der Club nach diversen Skandalen - zu nennen sind einige schwarzen Kassen, Prof. Dr. Dr. Böbels längeren Aufenthalt im Zuchthaus, durbiose Geschenke an die Schiedsrichter, Vlado Kasalos Kopfballtore und dieser grauselige Schuldenstand - wir waren bis in die Regionalliga abgestürzt, und ein Derby wäre wieder möglich gewesen, denn die Fürther hatten sich wieder in eben diese Regionalliga hochgearbeitet. Doch wir stiessen auf eine Mannschaft mit dem Namen SpVgg Greuther Fürth, und das "Greuther" zwischen "SpVgg" und "Fürth" war der Haken.
Die Fürther und die Greuther hatten nämlich sauber fusioniert. Und die Fusion machte durchaus Sinn. Die Kleeblättler besaßen immer noch Geschichte und Tradition und einen recht guten Namen, waren aber so gut wie Pleite. Die Greuther besaßen das notwendige Geld und das geschäftliche Know-How (Martin Bauer Group). Auch sportlich wurde sich vermischt, so war der Trainer neu - Armin Veh - ein Drittel des Kaders kam von den Fürthern, ein Drittel aus Greuth, und ein Drittel des Kaders bestand aus Neuzugängen. Aus den Kleeblättlern waren die Kleeblatteebeutel geworden. Das Frankenderby war endgültig gestorben, das letzte fand also - wie anfangs erwähnt - irgendwann Anfang der 80er Jahre statt. Das Spiel gegen die Greuther und Fürther am letzten Sonntag war also kein Derby, sondern eine peinliche Niederlage gegen den hoffnungslos abgeschlagenen Tabellenletzten der Liga.
sportliche einschätzungen
Zugegeben, die Spiele gegen die Fürth und auch das gegen die Bayern waren gelinde gesagt durchschnittlich und irgendwie seltsam emotionslos, zu wenig aggressiv waren die glubberer - wie übrigens schon in der gesamten Hinrunde so hin und wieder - es wurde Beamtenfußball gespielt, ordentlich, diszipliniert, mehr nicht, aber auch nicht weniger. Oft reicht das eben nicht aus. Außerdem ging es gegen die Bayern einigen zu schnell - auch gegen Schalke und Dortmund war das so - die Mannschaft war überfordert. Aber große Probleme mit den Bayern hatten während dieser Spielzeit auch andere Mannschaften.
Im Spiel gegen die Fürther verfiel die Mannschaft in die übliche krampfhafte Ratlosigkeit, wenn es nach Vorne ging, und trotzdem war es - wie auch schon erwähnt - ein Einsnull- oder Zweinullspiel, wir hätten eigentlich gewinnen müssen. Beide Spiele zeigen, dass die Mannschaft limitiert ist, von einer Europaligateilnahme zu sprechen ist Phantasterei, das hat die Mannschaft einfach nicht drauf. Halte den angekündigten Liebesentzug also aus sportlichen Gründen deshalb für übertrieben und unangemessen.
über gewöhnung und verzogenheit
Früher hätte man, um die Mannschaft zu strafen, einfach ein paar Spiele ausgelassen, mit dem festen Vorsatz nie mehr zum Glubb zu gehen, und man war traurig und wütend und manchmal sogar schweigend nach dem Spiel mit der U-Bahn nach Hause gefahren. Während der Spiele hätten wir gemault und gepfiffen. Die meisten kamen dann übrigens doch wieder. Man war sich irgendwie bewusst, dass es die Mannschaft nicht einfach nicht besser konnte, und wir waren abgehärtet, Chaos und Unzulänglichkeiten gerieten zur Normalität.
Heutzutage geht es ruhig und geordnet und sogar gesittet zu am Valznerweiher, fast ein bißchen langweilig, wenn man - wie ich und viele andere - in den ganz wilden Zeiten aufgewachsen ist. Vielleicht mochten wir das Chaos, nicht aus Masochismus, sondern weil es irgendwie auch besonders und liebenswürdig war. Heute zweifelt niemand mehr an der Lizenzerteilung - war einmal eine spannende Angelegenheit - und der Club ist tatsächlich in der Lage seine Briefmarken zu bezahlen, ist doch eine gute Entwicklung.
Möglicherweise fehlt diesen am Samstag streikenden, jungen Menschen die Erfahrung der wilden Achtziger und Neunziger, möglicherweise sind sie etwas verwöhnt und legen einen moralischen Maßstab an, der unrealistisch und krumm ist, und außerdem das Wesentliche etwas aus den Augen verliert, nämlich das Bolzen der zweiundzwanzig Menschen auf dem Spielfeld. Das steht nach wie vor im Vordergrund. Das sollte man nicht vergessen.
ein fußballmoralismus
Wieder eine Behauptung: Die Truppe, die wir momentan haben, ist in Ordnung. Sie hätte nach den neun Spielen ohne Niederlage und nach dem respektablen Abschneiden in den letzten Jahren Kredit verdient. Spieler wie Timmy Simmons oder Raphael Schäfer oder Per Nilsson oder Hanno Balitsch oder Timm Klose - der mit einer mittelschweren Gehirnerschütterung gegen die Bayern durchhalten wollte und gegen die Fürther tatsächlich einige Zeit durchgehalten hat - das sind gute, saubere Leute, haben die richtige Einstellung, das ist nicht zu bestreiten.
Doch teilweise wird von Teilen der Fans falsche Loyalität eingefordert. Wenn sehr gute Leistung erbracht wird, ist das selbstverständlich, nichts besonderes, die werden ja bezahlt. Doch dieses grundsätzliche Ausschließen der Mannschaft aus der Clubgemeinschaft macht im wahrsten Sinne des Wortes den Verein unmöglich. Loyalität beruht auf Gegenseitigkeit. Die Spieler haben das längst bemerkt. Ganz grundsätzlich ist die Mannschaft wesentlicher Bestandteil eines Clubs, weil des Spiels an sich, ganz einfach. Das hat mit den Spielergehältern nichts zu tun.
Dieses "Heyheyhey", der mechanische Jubel nach Spielende, kommt mir manchmal wie eine bloße Fassade vor, die unter den in den letzten Abschnitten beschriebenen Umständen eine Gemeinschaft zwischen Spielern und Fans heuchelt. Ich kann mir vorstellen, dass das dann auch für - noch einmal - integre Spieler wie Timmy Simmons oder Hanno Balitsch zur bloßen Pflichtübung gerät. Das wäre aber doch irgendwie traurig, oder ?
24.04.13
nachdenklich
Habe letztens einmal recht kurz nachgedacht, über eine existentielle Frage, nämlich, weshalb ich denn in letzter Zeit des Öfteren so aufgeregt, laut und unzufrieden unsere Glubberer beobachtend vor dem Fernseher saß. Erst danach - nach dem Nachdenken - kam ich auf den Trichter, dass es auf die Dauer nicht reichen wird, einen so dermaßen eindimensionalen Fußball zu spielen.
Dabei geht es vor allem um unsere aktuelle Verteidigungsstrategie, so einfach in der eigenen Hälfte zu warten, die Zuspielwege in die Mitte abzudichten, die Anspielstationen auszuschalten, etwas Platz auf dem Flügel zu lassen, wenn dann die Mitte tatsächlich abgesperrt ist, dann kommt mangels Alternative auf die gegnerischen Flügelspieler, und genau schnappt die Falle zu. Es kommt entweder zum Ballverlust oder es muss - ganz Hinten herum - neu aufgebaut werden. Falls die feindlichen Außen dann doch einmal bis zur Torauslinie durchbrechen, stehen genügend Spieler im Strafraum bereit, um die Flanken abzufangen, zu klären, wie das im Reporterdeutsch heißt. Zunehmende gegnerische Funktion ist eine weitere Folge, bei erfolgreicher Praxis.
Diese Spielweise mag ich überhaupt nicht, und auch wenn sie während der letzten Spielzeiten recht gut funktioniert hat und sie offenbar zurzeit nicht nur bei den kleineren Mannschaften der Liga Usus ist. Es kommt mir passiv vor, wie Dienst nach Vorschrift, zu emotionslos, zu viel Kalkül, ich möchte erkennen, wie die Mannschaft arbeitet und sich den Hintern aufreißt, irgendwie wird das mit dieser Strategie nicht deutlich, obwohl die Mannschaft tatsächlich gut arbeitet.
Soweit zur Geschmacksache, aber darüber hinaus macht dieses System keinen Sinn, falls man dann eben selbst einmal in Rückstand gerät - wie wir am Sonntag gegen die Teebeutel - und die Gegnerschaft dann selbst dieses System recht fiese aufzieht, eine gewisse Hilflosigkeit macht sich dann auch bei unseren Glubberern breit, was letztlich bedeutet, sich immer nur auf die zugegeben brandgefährlichen Standards - und ich meine jetzt nicht die Dreipunktewürfe beim Basketball - also sich immer nur auf Ecken und Freistöße zu verlassen, ist mir und überhaupt zu wenig, wird auf die Dauer auch nicht ausreichen, wir wollen ja auch besser werden.
mentalität und personal
Ein einfaches Mittel gegen dieses leichte Catenaccio wäre ein sauberes Forechecking - eine alte Geschichte, die ich in regelmäßigen Abständen aufwärme, weiß schon. Und trotzdem, gerade die Abwehrspieler der kleinerer Teams sind zumeist nicht gerade mit großen technischen Fähigkeiten begnadet. Setzt die Leute unter Druck, die werden Fehler machen, schnelle Balleroberung in der gegnerischen Hälfte, eine ungeordnete Abwehr in Tornähe, das wäre doch eine Lösung, oder liege ich da falsch? Es kommt mir fast vor als ob die Mannschaft aus einer gewissen Unsicherheit und Bequemlichkeit heraus sich immer wieder in das gewohnte, sichere System fallen lässt. Comfort Zone, so nennt man so etwas wohl, aber auch wenn man einigermaßen tief in der gegnerischen Hälfte steht, kann man Ballverluste verteidigen.
Zudem haben wir nicht genug Spieler, die Spielsituationen wie die am Sonntag gegen die Teebeutel - die nach Vorne nicht stattfanden und sich hinten rein stellten - auflösen. Esswein ist manchmal so einer, mit seiner Schnelligkeit und Wucht, auch Kyotake, wobei ich den Eindruck gewinne, dass er sich nach den letzten Spielen mehr und mehr fragt, mit wem er eigentlich - so richtig - zusammenspielen soll, mit dem geschätzten, fleissigen, aber in letzter Zeit nachlassenden Feulner, mit dem im wahrsten Sinne des Wortes sehr hart arbeiteten, aber spielerisch limitierten Stopperzerstörer Pekhart, mit Timothy Chandler, der defensiv ebenfalls seine Arbeit macht, aber im Angriff kaum stattfindet? Naja, so lautet meine Antwort, ich kann seine leichte Ratlosigkeit etwas verstehen.
und jetzt?
Hoffnung macht mir Muhammed Ildiz, der während seiner kurzen Einsätze angedeutet hat, dass er den einen oder anderen überraschenden Paß spielen kann, dafür wurde er verpflichtet, was wiederum ein Anzeichen dafür ist, dass die sportlichen Macher wissen, woran es mangelt. Timo Gebhart ist ja leider verletzt, mal schauen wie sich Mu entwickelt, vielleicht kommt er ja nach der Sommervorbereitung besser in Schwung. Mike Frantz sehe ich eher in der Zentrale des Mittelfelds und mal schauen was mit Mendler wird, die drei bis vier ausgeliehenen Rückkehrer werden uns wohl nicht weiter helfen können. Vielleicht wäre es sinnvoll den Kader trotz all der Angriffsspieler mit einem talentierten, spielstarken Offensivallrounder und jedenfalls mit einem technisch versierterem und beweglicherem (Mittel)Stürmer zu verstärken. Denke so etwas ist auch geplant.
Es sei aber endlich erwähnt, dass die Mannschaft eine saubere Truppe ist, die über die Saison hinweg gute Arbeit abgeliefert hat, und öfters als die meisten Mannschaften der Liga am Limit gespielt hat, alles in allem bin ich dann doch zufrieden. Aber ich denke eben, dass wir Glubberer insgesamt und damit auch sportlich noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangtsind.
Dabei geht es vor allem um unsere aktuelle Verteidigungsstrategie, so einfach in der eigenen Hälfte zu warten, die Zuspielwege in die Mitte abzudichten, die Anspielstationen auszuschalten, etwas Platz auf dem Flügel zu lassen, wenn dann die Mitte tatsächlich abgesperrt ist, dann kommt mangels Alternative auf die gegnerischen Flügelspieler, und genau schnappt die Falle zu. Es kommt entweder zum Ballverlust oder es muss - ganz Hinten herum - neu aufgebaut werden. Falls die feindlichen Außen dann doch einmal bis zur Torauslinie durchbrechen, stehen genügend Spieler im Strafraum bereit, um die Flanken abzufangen, zu klären, wie das im Reporterdeutsch heißt. Zunehmende gegnerische Funktion ist eine weitere Folge, bei erfolgreicher Praxis.
Diese Spielweise mag ich überhaupt nicht, und auch wenn sie während der letzten Spielzeiten recht gut funktioniert hat und sie offenbar zurzeit nicht nur bei den kleineren Mannschaften der Liga Usus ist. Es kommt mir passiv vor, wie Dienst nach Vorschrift, zu emotionslos, zu viel Kalkül, ich möchte erkennen, wie die Mannschaft arbeitet und sich den Hintern aufreißt, irgendwie wird das mit dieser Strategie nicht deutlich, obwohl die Mannschaft tatsächlich gut arbeitet.
Soweit zur Geschmacksache, aber darüber hinaus macht dieses System keinen Sinn, falls man dann eben selbst einmal in Rückstand gerät - wie wir am Sonntag gegen die Teebeutel - und die Gegnerschaft dann selbst dieses System recht fiese aufzieht, eine gewisse Hilflosigkeit macht sich dann auch bei unseren Glubberern breit, was letztlich bedeutet, sich immer nur auf die zugegeben brandgefährlichen Standards - und ich meine jetzt nicht die Dreipunktewürfe beim Basketball - also sich immer nur auf Ecken und Freistöße zu verlassen, ist mir und überhaupt zu wenig, wird auf die Dauer auch nicht ausreichen, wir wollen ja auch besser werden.
mentalität und personal
Ein einfaches Mittel gegen dieses leichte Catenaccio wäre ein sauberes Forechecking - eine alte Geschichte, die ich in regelmäßigen Abständen aufwärme, weiß schon. Und trotzdem, gerade die Abwehrspieler der kleinerer Teams sind zumeist nicht gerade mit großen technischen Fähigkeiten begnadet. Setzt die Leute unter Druck, die werden Fehler machen, schnelle Balleroberung in der gegnerischen Hälfte, eine ungeordnete Abwehr in Tornähe, das wäre doch eine Lösung, oder liege ich da falsch? Es kommt mir fast vor als ob die Mannschaft aus einer gewissen Unsicherheit und Bequemlichkeit heraus sich immer wieder in das gewohnte, sichere System fallen lässt. Comfort Zone, so nennt man so etwas wohl, aber auch wenn man einigermaßen tief in der gegnerischen Hälfte steht, kann man Ballverluste verteidigen.
Zudem haben wir nicht genug Spieler, die Spielsituationen wie die am Sonntag gegen die Teebeutel - die nach Vorne nicht stattfanden und sich hinten rein stellten - auflösen. Esswein ist manchmal so einer, mit seiner Schnelligkeit und Wucht, auch Kyotake, wobei ich den Eindruck gewinne, dass er sich nach den letzten Spielen mehr und mehr fragt, mit wem er eigentlich - so richtig - zusammenspielen soll, mit dem geschätzten, fleissigen, aber in letzter Zeit nachlassenden Feulner, mit dem im wahrsten Sinne des Wortes sehr hart arbeiteten, aber spielerisch limitierten Stopperzerstörer Pekhart, mit Timothy Chandler, der defensiv ebenfalls seine Arbeit macht, aber im Angriff kaum stattfindet? Naja, so lautet meine Antwort, ich kann seine leichte Ratlosigkeit etwas verstehen.
und jetzt?
Hoffnung macht mir Muhammed Ildiz, der während seiner kurzen Einsätze angedeutet hat, dass er den einen oder anderen überraschenden Paß spielen kann, dafür wurde er verpflichtet, was wiederum ein Anzeichen dafür ist, dass die sportlichen Macher wissen, woran es mangelt. Timo Gebhart ist ja leider verletzt, mal schauen wie sich Mu entwickelt, vielleicht kommt er ja nach der Sommervorbereitung besser in Schwung. Mike Frantz sehe ich eher in der Zentrale des Mittelfelds und mal schauen was mit Mendler wird, die drei bis vier ausgeliehenen Rückkehrer werden uns wohl nicht weiter helfen können. Vielleicht wäre es sinnvoll den Kader trotz all der Angriffsspieler mit einem talentierten, spielstarken Offensivallrounder und jedenfalls mit einem technisch versierterem und beweglicherem (Mittel)Stürmer zu verstärken. Denke so etwas ist auch geplant.
Es sei aber endlich erwähnt, dass die Mannschaft eine saubere Truppe ist, die über die Saison hinweg gute Arbeit abgeliefert hat, und öfters als die meisten Mannschaften der Liga am Limit gespielt hat, alles in allem bin ich dann doch zufrieden. Aber ich denke eben, dass wir Glubberer insgesamt und damit auch sportlich noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangtsind.
16.04.13
transfergerüchte ii - hopp schwiiz
Vor der Saison wurde sie mehrheitlich als Schwachstelle der Clubmannschaft 2012/2013 ausgemacht. Zu nervenschwach und deshalb bundesligauntauglich, zu verletzungsanfällig und langsan seien sie, und auch ich machte mir - zugegeben - Sorgen, die sich letztlich als vollkommen unbegründet herausstellten.
Im Gegenteil unsere beiden Stopper - namentlich Per ("Pelle") Nilsson und Timm Klose hielten zusammen mit dem Haudegen Timmy Simmons nicht nur das Abwehrzentrum dicht, sie schossen ein Tor nach dem anderen, zumindest für Glubbverhältnisse. Herr Bader hat dann auch folgerichtig Pelles Vertrag bis 2015 verlängert. Selbstverständlich möchte er dann auch den bis 2014 laufenden Vertrag des Timm Klose verlängern, ihn überhaupt Ende dieser Saison keinesfalls abgeben.
Timms sehr gute Leistungen in der Vorrunde - in der Rückrunde waren sie noch sehr ordentlich - bleiben natürlich nicht verborgen, Begehrlichkeiten - schönes Wort - wurden geweckt. Der Volkswagenclub Wolfsburg und der FC Basel zeigen angeblich Interesse, und es entbrannten Diskussionen, zwischen den Clubfans und den Wolfsburganhängern. Wir haben mehr Kohle und deshalb mehr Potential und werden bald wieder Championsleague spielen, so die eine Seite, und die andere Fraktion erwähnte die Zuschauer, die Tradition und verwies auf das sportliche Abschneiden während der letzten Jahre.
basel ?
Doch da gibt es ja noch den anderen - angeblichen - Kandidaten, und ich muss zugeben, dass ich nun zum eigentlichen Thema des Beitrages komme und das eigentliche Thema ist der FC Basel, der regelmäßig Championsleague spielt, mindestens aber Europaliga, spielt dort auch eine sehr respektable Rolle. Ende des Jahres 2011 schmissen sie im letzten Gruppenspiel den Manchester United heraus, erreichten das Achtelfinale. Letzte Woche warfen sie Spurs aus der Europaliga, zwar erst im Elfmeterschiessen - betrachtet man aber beide Spiele hochverdient - zogen in das Semifinale ein. Ich habe beide Spiel verfolgt und war beeindruckt.
Deutsche Mittelkassemannschaften wie Gladbach, Stuttgart und auch Hannover hätten gegen einen FCB in dieser Form keine Chance, auch Leverkusen und Schalke sehr große Schwierigkeiten, denn dIe Mannschaft spielt einen wunderbar schnellen Fußball, wie geschmiert zusammen und absolut kombinationssicher, ist von eins bis zur elf ausgeglichen besetzt. Weder Wolfsburg noch unsere Glubberer besitzen Basels individuelle und spielerische Qualität, wären nicht in der Lage ein solches Tempo zu spielen.
das joggeli und "big pharma"
Der Effzebee spielt im St. Jakobpark, offenbar im Volksmund sehr liebevoll Joggeli getauft, ist ein reines Fußballstadion mit knapp 40000 Plätzen, zur EM 2008 wurde es neu hingestellt. Letztes Jahr wurden knapp 24000 Dauerkarten (!) verkauft, das Publikum ist - teilweise manchmal mehr als - begeisterungsfähig und sachverständig, es gibt Applaus für einzelne, besondere Aktionen, so war mein Eindruck im Spiel gegen Tottenham war, dass die Menge auf das Spiel reagiert, ein Anzeichen für Fankultur, und von wegen Tradition, der FC Basel wurde 1893 gegründet und trieb sich seit dieser Zeit sehr überwiegend in der schweizer Eliteliga herum, holte zahllose Meisterschaften, die erste 1953, also nicht erst seit gestern. 1954 war es Spielort der WM, auch des Halbfinals Deutschland gegen Österreich. Sechseins ging das aus. Ein gewisser Max Morlock war sehr an diesem Sieg beteiligt.
Ende des letzten Jahrtausend stieg eine gewisse Gisela Oeri in den Verein ein, Frau Oeri ist Mitglied einer Erbengemeinschaft, die der Familien Oeri und Hoffmann, die immer noch einen gewaltigen Batzen Aktien eines Konzerns namens Hoffmann-La Roche besitzt. Frau Oeri gilt dann auch als die reichste Frau der Schweiz, und die Eidgenossenschaft ist nicht gerade für fortgeschrittene Armut bekannt. Dementsprechend war es ein finanziell angemessenes Engagement, doch im Gegensatz zu Herrn Hopp von SAP Hoffenheim, pflegte sie offenbar ein vernünftiges Mäzenatentum, denn für den FC Basel ging es seitdem sportlich steil bergauf, der Verein ist sauber durchorganisiert und funktioniert sportlich und geschäftlich. Der Umsatz betrug 2011 knapp 70 Millionen Franken, das sind so knappe 60 Millionen Euro.
Seit 2007 ist die Novartis Hauptsponsor der Basler. Auch Novartis ist eine nicht so ganz kleine Klitsche, tatsächlich noch etwas größer als Hoffmann-La Roche. Der Sponsorvertrag wurde vor kurzem bis 2017 verlängert. Interessant ist, dass Novartis den zweiten großen Aktienbatzen von Roche besitzt, genauer gesagt ein Drittel, vor einigen Jahren erworben, um eine Übernahme vorzubereiten. Unheimlich. VW ist im Übrigen auch recht engagiert, das alles nur so nebenbei.
Schließlich zurück und kurz und knapp zum ürsprünglichen Thema des Beitrages, ich schätze einmal, dass der Timm Klose zumindest bis 2014 beim Club bleiben wird, falls nicht irgendein Verein vorbeischaut und eine unverschämt hohe Ablösesummen bietet, und der Glubb jemanden in der Hinterhand hat, spekuliere außerdem recht frech, dass der Vertrag bis 2015 verlängert wird, dass der Timm aber 2014 den Club verlassen darf, möglicherweise gegen eine vertraglich gesetzte Ablöse. Doch wenn er sich aber heute zwischen dem FCVW Wolfsburg und dem FC Basel entscheiden müsste, würde er wohl zum FC Basel wechseln. Würde ich zumindest so machen, und das nicht nur wegen der Steuer.
Im Gegenteil unsere beiden Stopper - namentlich Per ("Pelle") Nilsson und Timm Klose hielten zusammen mit dem Haudegen Timmy Simmons nicht nur das Abwehrzentrum dicht, sie schossen ein Tor nach dem anderen, zumindest für Glubbverhältnisse. Herr Bader hat dann auch folgerichtig Pelles Vertrag bis 2015 verlängert. Selbstverständlich möchte er dann auch den bis 2014 laufenden Vertrag des Timm Klose verlängern, ihn überhaupt Ende dieser Saison keinesfalls abgeben.
Timms sehr gute Leistungen in der Vorrunde - in der Rückrunde waren sie noch sehr ordentlich - bleiben natürlich nicht verborgen, Begehrlichkeiten - schönes Wort - wurden geweckt. Der Volkswagenclub Wolfsburg und der FC Basel zeigen angeblich Interesse, und es entbrannten Diskussionen, zwischen den Clubfans und den Wolfsburganhängern. Wir haben mehr Kohle und deshalb mehr Potential und werden bald wieder Championsleague spielen, so die eine Seite, und die andere Fraktion erwähnte die Zuschauer, die Tradition und verwies auf das sportliche Abschneiden während der letzten Jahre.
basel ?
Doch da gibt es ja noch den anderen - angeblichen - Kandidaten, und ich muss zugeben, dass ich nun zum eigentlichen Thema des Beitrages komme und das eigentliche Thema ist der FC Basel, der regelmäßig Championsleague spielt, mindestens aber Europaliga, spielt dort auch eine sehr respektable Rolle. Ende des Jahres 2011 schmissen sie im letzten Gruppenspiel den Manchester United heraus, erreichten das Achtelfinale. Letzte Woche warfen sie Spurs aus der Europaliga, zwar erst im Elfmeterschiessen - betrachtet man aber beide Spiele hochverdient - zogen in das Semifinale ein. Ich habe beide Spiel verfolgt und war beeindruckt.
Deutsche Mittelkassemannschaften wie Gladbach, Stuttgart und auch Hannover hätten gegen einen FCB in dieser Form keine Chance, auch Leverkusen und Schalke sehr große Schwierigkeiten, denn dIe Mannschaft spielt einen wunderbar schnellen Fußball, wie geschmiert zusammen und absolut kombinationssicher, ist von eins bis zur elf ausgeglichen besetzt. Weder Wolfsburg noch unsere Glubberer besitzen Basels individuelle und spielerische Qualität, wären nicht in der Lage ein solches Tempo zu spielen.
das joggeli und "big pharma"
Der Effzebee spielt im St. Jakobpark, offenbar im Volksmund sehr liebevoll Joggeli getauft, ist ein reines Fußballstadion mit knapp 40000 Plätzen, zur EM 2008 wurde es neu hingestellt. Letztes Jahr wurden knapp 24000 Dauerkarten (!) verkauft, das Publikum ist - teilweise manchmal mehr als - begeisterungsfähig und sachverständig, es gibt Applaus für einzelne, besondere Aktionen, so war mein Eindruck im Spiel gegen Tottenham war, dass die Menge auf das Spiel reagiert, ein Anzeichen für Fankultur, und von wegen Tradition, der FC Basel wurde 1893 gegründet und trieb sich seit dieser Zeit sehr überwiegend in der schweizer Eliteliga herum, holte zahllose Meisterschaften, die erste 1953, also nicht erst seit gestern. 1954 war es Spielort der WM, auch des Halbfinals Deutschland gegen Österreich. Sechseins ging das aus. Ein gewisser Max Morlock war sehr an diesem Sieg beteiligt.
Ende des letzten Jahrtausend stieg eine gewisse Gisela Oeri in den Verein ein, Frau Oeri ist Mitglied einer Erbengemeinschaft, die der Familien Oeri und Hoffmann, die immer noch einen gewaltigen Batzen Aktien eines Konzerns namens Hoffmann-La Roche besitzt. Frau Oeri gilt dann auch als die reichste Frau der Schweiz, und die Eidgenossenschaft ist nicht gerade für fortgeschrittene Armut bekannt. Dementsprechend war es ein finanziell angemessenes Engagement, doch im Gegensatz zu Herrn Hopp von SAP Hoffenheim, pflegte sie offenbar ein vernünftiges Mäzenatentum, denn für den FC Basel ging es seitdem sportlich steil bergauf, der Verein ist sauber durchorganisiert und funktioniert sportlich und geschäftlich. Der Umsatz betrug 2011 knapp 70 Millionen Franken, das sind so knappe 60 Millionen Euro.
Seit 2007 ist die Novartis Hauptsponsor der Basler. Auch Novartis ist eine nicht so ganz kleine Klitsche, tatsächlich noch etwas größer als Hoffmann-La Roche. Der Sponsorvertrag wurde vor kurzem bis 2017 verlängert. Interessant ist, dass Novartis den zweiten großen Aktienbatzen von Roche besitzt, genauer gesagt ein Drittel, vor einigen Jahren erworben, um eine Übernahme vorzubereiten. Unheimlich. VW ist im Übrigen auch recht engagiert, das alles nur so nebenbei.
Schließlich zurück und kurz und knapp zum ürsprünglichen Thema des Beitrages, ich schätze einmal, dass der Timm Klose zumindest bis 2014 beim Club bleiben wird, falls nicht irgendein Verein vorbeischaut und eine unverschämt hohe Ablösesummen bietet, und der Glubb jemanden in der Hinterhand hat, spekuliere außerdem recht frech, dass der Vertrag bis 2015 verlängert wird, dass der Timm aber 2014 den Club verlassen darf, möglicherweise gegen eine vertraglich gesetzte Ablöse. Doch wenn er sich aber heute zwischen dem FCVW Wolfsburg und dem FC Basel entscheiden müsste, würde er wohl zum FC Basel wechseln. Würde ich zumindest so machen, und das nicht nur wegen der Steuer.
06.04.13
transfergerüchte teil i - der gaucho oder pinola, pinola...
Tut sich nicht viel in Sachen Neuverpflichtungen, zumindest wenn man der Gerüchteküche auf transfermarkt.de glauben schenken möchte oder muss, es bleibt einem eh nichts anderes übrig
Doch, etwas rührt sich dann doch, zwei Stürmer sollen noch kommen, so behauptet Martin Bader, Polter wird es wohl nicht sein, man setzt scheinbar auf den notorischen Stopperzerstörer Tomas Pekhart - erinnert mich damit im Übrigen deutlich an den Markus Schroth. Ansonsten werden zurzeit schwer über zwei Abwehrspieler diskutiert, nämlich geht es um den Timm Klose und um Xavier Pinola.
Ich fange mal mit dem dienstälteren an, mit dem Xavier Pinola, dem Veteran, seit Urzeiten im Verein, Mitglied der Pokalsiegermannschaft 2007 - frage mich immer wieder wie dieser zusammengewürfelte Haufen damals gewinnen konnte, wenn man sich die Mannschaftsaufstellung anschaut, bekomme ich bei dem einen oder anderen Namen beinahe das eiskalte Grausen - egal, komme vom Hundertste in das Tausendste, um den Pino und seine Absichten sollte es eigentlich gehen, der ein Vertragsangebot des Clubs vorliegen hat, deutlich geringeres Grundgehalt, stärker leistungsbezogen ist es, insgesamt müsste Pino jedenfalls Abstriche hinnehmen, so heißt es.
Nun muss man bei aller Liebe sagen, dass unser italienischer Argentinier seit längerer Zeit seiner Form hinterrennt, und dabei meine ich nicht einmal jene seiner Anfangsjahre beim Club, als er sich in den erweiterten Kreis der argentinische Nationalmannschaft gearbeitet hat, sondern es geht ganz einfach um ordentliche Form, die hat er in dieser Saison - wie bereits angedeutet - kaum gezeigt. Plattenhardt zeigt zwar leicht aufsteigende Tendenz, eine gewissen Entwicklung ist festzustellen, ob er aber jemals ein ordentlicher Bundesligaverteidiger wird, bin da skeptisch.
pokalsiegerverträge
Die ganze Geschichte erinnert etwas an die Wechselgeschichte des Andi Wolf im vorletzten Jahr. Der war ebenfalls ein Urgestein, Pokalsieger, war ebenfalls nicht mehr in allerbester - wenn auch 2011 ordentlicher - Form, und war auch mit einem Pokalsiegervertrag ausgestattet. Andi wollte nicht einsehen, dass er in darauffolgenden Jahren überbezahlt war, weil er eben seit 2008, seit der Abstiegssaison nie mehr seine Bestform erreicht hatte. Trotzdem ging er offenbar fest von einer Vertragsverlängerung aus, der Wechsel nach Bremen hatte etwas von einer - wenn auch akzeptablen - Verlegenheitslösung, Werder brauchte dringendst einen Stopper, der Stopper Wolf suchte dringendst einen Verein, man war sich dann auffällig schnell einig.
Pinos Berater hingegen sondiert zurzeit eifrig den Markt, um mit besten Argumenten weiter zu verhandeln, könnte mir vorstellen, dass Nachfrage besteht, taugliche Linksverteidiger sind bekanntlich rar, auf den Fußballfeldern der Welt, und so alt ist der Pino ja auch noch nicht, und eigentlich ist er ja auch ein (sehr) ordentlicher Verteidiger. Jetzt nehme ich einmal an, dass auch Herr Bader und seine Mannschaft mindestens mit ebenso großem Fleiß den Markt beobachten und einige Alternativen in der Hinterhaben, wegen der Argumente beim Verhandeln, und so etwas wird das damit noch weitergehen.
Die Entscheidung kann aber nicht mehr lange auf sich warten lassen, wird in Bälde verkündet werden. Schließlich steckt die Spielzeit bereits in der entscheidenden Phase, ist auf der Zielgerade. Aus Liebe und Treue zum Club wird der Xavier Pinola dieses Jahr nicht beim Verein bleiben, die wird ihm momentan nicht so sehr entgegen gebracht, der gemeine Fußballfan vergißt eben sehr gerne , die besondere Leistung ist gerade noch akzeptabel, erfüllt gerade noch die Erwartungen, so angesichts der Spielergehälter. Und so rückt dann das Geschäftliche tatsächlich in den Vordergrund, der schnöde Mammon. Doch möglicherweise wird in diesem Fall aber gerade Emotion, großer Stolz, den Ausschlag geben, wird dazu führen, dass Xavier Pinola nächste Saison anderswo die linke Seite regelmäßig bearbeitet.
Doch, etwas rührt sich dann doch, zwei Stürmer sollen noch kommen, so behauptet Martin Bader, Polter wird es wohl nicht sein, man setzt scheinbar auf den notorischen Stopperzerstörer Tomas Pekhart - erinnert mich damit im Übrigen deutlich an den Markus Schroth. Ansonsten werden zurzeit schwer über zwei Abwehrspieler diskutiert, nämlich geht es um den Timm Klose und um Xavier Pinola.
Ich fange mal mit dem dienstälteren an, mit dem Xavier Pinola, dem Veteran, seit Urzeiten im Verein, Mitglied der Pokalsiegermannschaft 2007 - frage mich immer wieder wie dieser zusammengewürfelte Haufen damals gewinnen konnte, wenn man sich die Mannschaftsaufstellung anschaut, bekomme ich bei dem einen oder anderen Namen beinahe das eiskalte Grausen - egal, komme vom Hundertste in das Tausendste, um den Pino und seine Absichten sollte es eigentlich gehen, der ein Vertragsangebot des Clubs vorliegen hat, deutlich geringeres Grundgehalt, stärker leistungsbezogen ist es, insgesamt müsste Pino jedenfalls Abstriche hinnehmen, so heißt es.
Nun muss man bei aller Liebe sagen, dass unser italienischer Argentinier seit längerer Zeit seiner Form hinterrennt, und dabei meine ich nicht einmal jene seiner Anfangsjahre beim Club, als er sich in den erweiterten Kreis der argentinische Nationalmannschaft gearbeitet hat, sondern es geht ganz einfach um ordentliche Form, die hat er in dieser Saison - wie bereits angedeutet - kaum gezeigt. Plattenhardt zeigt zwar leicht aufsteigende Tendenz, eine gewissen Entwicklung ist festzustellen, ob er aber jemals ein ordentlicher Bundesligaverteidiger wird, bin da skeptisch.
pokalsiegerverträge
Die ganze Geschichte erinnert etwas an die Wechselgeschichte des Andi Wolf im vorletzten Jahr. Der war ebenfalls ein Urgestein, Pokalsieger, war ebenfalls nicht mehr in allerbester - wenn auch 2011 ordentlicher - Form, und war auch mit einem Pokalsiegervertrag ausgestattet. Andi wollte nicht einsehen, dass er in darauffolgenden Jahren überbezahlt war, weil er eben seit 2008, seit der Abstiegssaison nie mehr seine Bestform erreicht hatte. Trotzdem ging er offenbar fest von einer Vertragsverlängerung aus, der Wechsel nach Bremen hatte etwas von einer - wenn auch akzeptablen - Verlegenheitslösung, Werder brauchte dringendst einen Stopper, der Stopper Wolf suchte dringendst einen Verein, man war sich dann auffällig schnell einig.
Pinos Berater hingegen sondiert zurzeit eifrig den Markt, um mit besten Argumenten weiter zu verhandeln, könnte mir vorstellen, dass Nachfrage besteht, taugliche Linksverteidiger sind bekanntlich rar, auf den Fußballfeldern der Welt, und so alt ist der Pino ja auch noch nicht, und eigentlich ist er ja auch ein (sehr) ordentlicher Verteidiger. Jetzt nehme ich einmal an, dass auch Herr Bader und seine Mannschaft mindestens mit ebenso großem Fleiß den Markt beobachten und einige Alternativen in der Hinterhaben, wegen der Argumente beim Verhandeln, und so etwas wird das damit noch weitergehen.
Die Entscheidung kann aber nicht mehr lange auf sich warten lassen, wird in Bälde verkündet werden. Schließlich steckt die Spielzeit bereits in der entscheidenden Phase, ist auf der Zielgerade. Aus Liebe und Treue zum Club wird der Xavier Pinola dieses Jahr nicht beim Verein bleiben, die wird ihm momentan nicht so sehr entgegen gebracht, der gemeine Fußballfan vergißt eben sehr gerne , die besondere Leistung ist gerade noch akzeptabel, erfüllt gerade noch die Erwartungen, so angesichts der Spielergehälter. Und so rückt dann das Geschäftliche tatsächlich in den Vordergrund, der schnöde Mammon. Doch möglicherweise wird in diesem Fall aber gerade Emotion, großer Stolz, den Ausschlag geben, wird dazu führen, dass Xavier Pinola nächste Saison anderswo die linke Seite regelmäßig bearbeitet.
15.03.13
löws masterplan (?)
Es wurde wieder einmal nominiert, und so treibt es mich um, treibt - mein - fußballerisches Es mich um in Sachen Nationalmannschaft kräftig zu senfen, und es soll um unseren Bundestrainer gehen, und ich fange mal so untersuchungsmäßig mit dem EM-Halbfinale an, blende zurück, es steht nullzwei nach 45 Minuten. Bekanntlich hat der verrückte Balotelli zweimal getroffen. Und absolut niemand hat damit gerechnet.
Dem fünfzehnminütigen, kräftigen, aber ineffizienten Aufbäumen der Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte schliesslich kollektive Ratlosigkeit. Diese Ratlosigkeit erinnerte mich beinahe an die Hilflosigkeit eines Abstiegskandidaten, beinahe, ganz so schlimm war es dann doch nicht. Trotzdem, die Mannschaft fiel in der zweiten Halbzeit etwas auseinander, die Azzurri liefen in der Folge vier bis fünf Konter, von denen sie zumindest zwei hätten nützen können oder sogar müssen und dann wäre die Sache mit einen einszuvier und nicht einem einszuzwei zu Ende gegangen, also deutlicher, klarer.
Offenbar fehlte der Mannschaft der Plan, der Plan für einen Nullzwei - Rückstand, er fehlt auch einige Wochen später, gegen die - sieht man einmal von Ibrahimovic ab - biederen Schweden. Die Mannschaft traf die sich von einer Minute auf die andere verändernde Spielsituation unvorbereitet. Die Schweden spielten in der zweiten Halbzeit nur etwas aggressiver, nur etwas körperlicher, die deutsche Mannschaft war nur etwas unaufmerksam, zwei schnelle Tore fielen, und schon lagen die Nerven lagen ziemlich blank, das Spiel kippte, und Löw guckte nur, lamentierte am Spielfeldrand, so ins das Blaue hinein, Sündenbock Schmelzer war ja verletzt, und tat wenig bis nichts. Wenn taktische Korrekturen vom Spielfeldrand nicht greifen, muss eben das Personal verändert werden, spätestens nach dem Zweivier hätte er also eingreifen müssen, das tat er nicht, obwohl ich mir sicher bin, dass (manche) in der Mannschaft das von ihm erwarteten.
Es stellt sich also die Frage was denn zu tun ist, wenn die Mannschaft in Rückstand gerät, was zu tun ist, wenn der Gegner plötzlich den Schalter umstellt, vielleicht weiter Vorne verteidigt, vielleicht aggressiver und hartnäckiger spielt, oder wenn - wie schon erwähnt - sich die Spielsituation verändert. Die Aussage Löws über das Zusammenspiel - jetzt seien ja die offensiven Automatismen perfektioniert, jetzt könne man sich endlich um die Defensive kümmern - verwundert. Herr Löw ist bekanntlich seit 2006 Trainer, das sind jetzt beinahe sieben Jahr und es fehlt immer noch dieser Plan, wäre das einem Klopp passiert, einem Heynckes - der bei Bayern sensationelle Arbeit abliefert - oder einem Tuchel, wohl kaum. Löws Verhalten erinnert mich etwas an die Sturheit des Herrn van Gaal, der sich in seiner - allerdings unnachahmlichen Art - weigerte, der Mannschaft Verteidigung zu lehren.
das personal
Das besteht - und das ist ja eigentlich sehr schön - ein Überangebot an zentralen, offensiven Mittelfeldspielern und deshalb stehen unbedingt unangenehme Personalentscheidungen an. Doch der Herr Löw streubt sich und packt fröhlich oder verzweifelt oder harmoniesüchtig so viel Halbstürmer und offensive Mittelfeldspieler in die Mannschaft, in den Kader, wie es nur eben geht.
Gegen Schweden wechselte er kurz vor Schluß beim Stand von Vierdrei Lukas Podolski ein, bekanntlich ein Spieler, der schon in der Vergangenheit durch herausragende Defensivqualitäten und die Lust zu verteidigen aufgefallen ist. Unmittelbar nach dem Vierzwei kam dann Götze für Müller, doch was sollte er auch machen, er hatte kaum Alternativen auf der Bank. Auf der Bank saßen Westermann - warum auch immer - und Höwedes, er hatte also keine passenden Außenbahnspieler, Mittelfeldspieler, mit defensiverer Ausrichtung auf der Bank.
Unser aller Bundestrainer weigert sich nämlich standhaft Spieler mitzunehmen, die man beim Basketball "Rollenspieler"nennt, um diese in passenden Momenten aufzustellen oder einzuwechseln. Kießling, Großkreutz oder Gonzalo Castro wären beim Schwedenspiel die optimalen Spieler für die beschriebene, kritische Spielsituation gewesen, sie hätten für die restlichen Minuten einfach nur hart gearbeitet, hätten Ecken aus dem Strafraum gewuchtet, den Aufbau der Schweden unermüdlich gestört bzw. die linke Seite abgedichtet, über die die Schweden immer wieder ihre Angriffe lancierten. Aber diese, solche Spieler standen eben nicht im Kader, sind spieltechnisch nicht gut genug und international nicht tauglich, falsch, gegen die Schweden hätte die besondere Qualität ausgereicht, sie wäre sogar notwendig gewesen, gerade um die kritische Lage coachen zu können.
Zurück zum Italienspiel, damals ließ er Toni Kroos gegen den begnadeten Pirlo spielen. Wir alle wissen, dass Toni Kroos - der im Übrigen eine herausragende Saison, wenn auch bei den Bayern spielt und wegen seiner Vielseitigkeit eine weitaus effektivere Spieler als der "kleiner Prinz" aus Madrid ist - bekanntlich ein ausgewiesener Spezialist im direkten Spiel gegen den Mann.
Die Maßnahme war im Grunde genommen eine Defensive, nämlich Pirlo auszuschalten, was ich verständlich, sorgar richtig findet, aber Löw denkt in der Maßnahme nicht konsequent, konsequent defensiv, sondern stellt den offensiven Kroos auf diese Position, dieser kann seine Aufgabe Pirlo zu verteidigen nicht ausreichend bewältigen, und wieder stellte ich mir die Frage: Weshalb nicht den Bender nehmen, den Spezialisten, weshalb den nicht, der ist doch nicht nur ein holzhackender Grätscher, der spielt doch einen mehr als ordentlichen Ball, außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass Löws Maßnahme innerhalb der Mannschaft nicht für Kopfschütteln gesorgt hat. Toni Kroos wird sich bedankt haben, Sven Bender ebenso, denke ich.
Ja, am liebsten möchte er all seine offensiven Mittelfeldspielern in der Mannschaft haben, stopft sie unter die ersten Elf, was aber bekanntermaßen einfach nicht geht. Ein paar Leute, die hart verteidigen braucht man eben, vo Fall zu Fall eben auch einige mehr. Es gibt eben nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Verteidiger, und die sollten dann doch auch eine entsprechende Qualität besitzen. Wenn Fredi Bobic und Mirko Slomka von "einem fehlenden Gleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung" sprechen, ist das nicht gerade als Kompliment für den Herrn Löw zu verstehen. Das ist mehr als deutlich.
ein weiteres beispiel
Bei der EM spielte die Mannschaft gegen die Portugiesen ihr bestes Spiel, verlor aber unmittelbar nach der Führung komplett die Spielkontrolle. Sie machte wieder den Eindruck, dass sie nicht so genau wusste, wie es denn jetzt im Allgemeinen so weitergeht, weiter nach Vorne spiele oder auf Konter, und so stolperte sie während der letzten Minuten von einer Verlegenheit in die andere und wäre Neuer nicht Neuer gewesen, wäre der Ausgleich noch gefallen. Gebe zu, dass die Portugiesen ein anderes Kaliber als die Schweden sind, doch auch gegen die tief stehenden und statischen Dänen stand man im letzten Gruppenspiel nach dem einseins nervelnd kurz vor dem Ausscheiden, das ist aber offenbar kaum einem aufgefallen. Hätte Gomez - der zugegeben ncht gerade die Reinkarnation von Hacki Wimmer ist - nicht so sensationell abgeschlossen, wäre die Mannschaft bereits in der Vorrunde ''rausgeflogen.
vorbildlich
Hier hilft ein Blick auf die Spanier und auf deren Zusammensetzung der Mannschaft. Die haben eben den resoluten Busquets, den verrückten Ramos, Piqué oder Xabi Alonso, die nach - wenn auch Gottseidank moderaterer Form - guter alter, spanischer Knochenbrechertradition - sagen wir einmal - ein gewisses kämpferisches Element in das spanische Spiel bringen. Künstler wie Maradona und Schuster erinnern sich mit Grauen an Monster wie Camacho - Henker von Real Madrid - oder Goikoetxea - Metzger von Athletic Bilbao - die in den achtziger Jahren für die notwendige Physis und Härte im Spiel zuständig waren. Iniesta und Xavi sind sich im Übrigen auch für das Backchecking nicht zu schade. Aber unser Apoleget des feinsten Fußballs ignoriert, lernt nicht dazu, lässt die Mannschaft allein.
Kleiner Hinweis an die Verantwortlichen beim DFB: Der Josef Heynckes wäre Ende der Saison frei, der hat sogar den Herrn Robben zum Laufen und Grätschen gebracht. 1974 hat der niederländische Verband auch kurz vor der WM den legendären Rinus Michelsals Bondscoach eingestellt, obwohl der die Mannschaft nicht durch die Qualifikation geführt hat, könnte der DFB doch auch machen, aber auf mich hört ja wieder keiner.
Dem fünfzehnminütigen, kräftigen, aber ineffizienten Aufbäumen der Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte schliesslich kollektive Ratlosigkeit. Diese Ratlosigkeit erinnerte mich beinahe an die Hilflosigkeit eines Abstiegskandidaten, beinahe, ganz so schlimm war es dann doch nicht. Trotzdem, die Mannschaft fiel in der zweiten Halbzeit etwas auseinander, die Azzurri liefen in der Folge vier bis fünf Konter, von denen sie zumindest zwei hätten nützen können oder sogar müssen und dann wäre die Sache mit einen einszuvier und nicht einem einszuzwei zu Ende gegangen, also deutlicher, klarer.
Offenbar fehlte der Mannschaft der Plan, der Plan für einen Nullzwei - Rückstand, er fehlt auch einige Wochen später, gegen die - sieht man einmal von Ibrahimovic ab - biederen Schweden. Die Mannschaft traf die sich von einer Minute auf die andere verändernde Spielsituation unvorbereitet. Die Schweden spielten in der zweiten Halbzeit nur etwas aggressiver, nur etwas körperlicher, die deutsche Mannschaft war nur etwas unaufmerksam, zwei schnelle Tore fielen, und schon lagen die Nerven lagen ziemlich blank, das Spiel kippte, und Löw guckte nur, lamentierte am Spielfeldrand, so ins das Blaue hinein, Sündenbock Schmelzer war ja verletzt, und tat wenig bis nichts. Wenn taktische Korrekturen vom Spielfeldrand nicht greifen, muss eben das Personal verändert werden, spätestens nach dem Zweivier hätte er also eingreifen müssen, das tat er nicht, obwohl ich mir sicher bin, dass (manche) in der Mannschaft das von ihm erwarteten.
Es stellt sich also die Frage was denn zu tun ist, wenn die Mannschaft in Rückstand gerät, was zu tun ist, wenn der Gegner plötzlich den Schalter umstellt, vielleicht weiter Vorne verteidigt, vielleicht aggressiver und hartnäckiger spielt, oder wenn - wie schon erwähnt - sich die Spielsituation verändert. Die Aussage Löws über das Zusammenspiel - jetzt seien ja die offensiven Automatismen perfektioniert, jetzt könne man sich endlich um die Defensive kümmern - verwundert. Herr Löw ist bekanntlich seit 2006 Trainer, das sind jetzt beinahe sieben Jahr und es fehlt immer noch dieser Plan, wäre das einem Klopp passiert, einem Heynckes - der bei Bayern sensationelle Arbeit abliefert - oder einem Tuchel, wohl kaum. Löws Verhalten erinnert mich etwas an die Sturheit des Herrn van Gaal, der sich in seiner - allerdings unnachahmlichen Art - weigerte, der Mannschaft Verteidigung zu lehren.
das personal
Das besteht - und das ist ja eigentlich sehr schön - ein Überangebot an zentralen, offensiven Mittelfeldspielern und deshalb stehen unbedingt unangenehme Personalentscheidungen an. Doch der Herr Löw streubt sich und packt fröhlich oder verzweifelt oder harmoniesüchtig so viel Halbstürmer und offensive Mittelfeldspieler in die Mannschaft, in den Kader, wie es nur eben geht.
Gegen Schweden wechselte er kurz vor Schluß beim Stand von Vierdrei Lukas Podolski ein, bekanntlich ein Spieler, der schon in der Vergangenheit durch herausragende Defensivqualitäten und die Lust zu verteidigen aufgefallen ist. Unmittelbar nach dem Vierzwei kam dann Götze für Müller, doch was sollte er auch machen, er hatte kaum Alternativen auf der Bank. Auf der Bank saßen Westermann - warum auch immer - und Höwedes, er hatte also keine passenden Außenbahnspieler, Mittelfeldspieler, mit defensiverer Ausrichtung auf der Bank.
Unser aller Bundestrainer weigert sich nämlich standhaft Spieler mitzunehmen, die man beim Basketball "Rollenspieler"nennt, um diese in passenden Momenten aufzustellen oder einzuwechseln. Kießling, Großkreutz oder Gonzalo Castro wären beim Schwedenspiel die optimalen Spieler für die beschriebene, kritische Spielsituation gewesen, sie hätten für die restlichen Minuten einfach nur hart gearbeitet, hätten Ecken aus dem Strafraum gewuchtet, den Aufbau der Schweden unermüdlich gestört bzw. die linke Seite abgedichtet, über die die Schweden immer wieder ihre Angriffe lancierten. Aber diese, solche Spieler standen eben nicht im Kader, sind spieltechnisch nicht gut genug und international nicht tauglich, falsch, gegen die Schweden hätte die besondere Qualität ausgereicht, sie wäre sogar notwendig gewesen, gerade um die kritische Lage coachen zu können.
Zurück zum Italienspiel, damals ließ er Toni Kroos gegen den begnadeten Pirlo spielen. Wir alle wissen, dass Toni Kroos - der im Übrigen eine herausragende Saison, wenn auch bei den Bayern spielt und wegen seiner Vielseitigkeit eine weitaus effektivere Spieler als der "kleiner Prinz" aus Madrid ist - bekanntlich ein ausgewiesener Spezialist im direkten Spiel gegen den Mann.
Die Maßnahme war im Grunde genommen eine Defensive, nämlich Pirlo auszuschalten, was ich verständlich, sorgar richtig findet, aber Löw denkt in der Maßnahme nicht konsequent, konsequent defensiv, sondern stellt den offensiven Kroos auf diese Position, dieser kann seine Aufgabe Pirlo zu verteidigen nicht ausreichend bewältigen, und wieder stellte ich mir die Frage: Weshalb nicht den Bender nehmen, den Spezialisten, weshalb den nicht, der ist doch nicht nur ein holzhackender Grätscher, der spielt doch einen mehr als ordentlichen Ball, außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass Löws Maßnahme innerhalb der Mannschaft nicht für Kopfschütteln gesorgt hat. Toni Kroos wird sich bedankt haben, Sven Bender ebenso, denke ich.
Ja, am liebsten möchte er all seine offensiven Mittelfeldspielern in der Mannschaft haben, stopft sie unter die ersten Elf, was aber bekanntermaßen einfach nicht geht. Ein paar Leute, die hart verteidigen braucht man eben, vo Fall zu Fall eben auch einige mehr. Es gibt eben nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Verteidiger, und die sollten dann doch auch eine entsprechende Qualität besitzen. Wenn Fredi Bobic und Mirko Slomka von "einem fehlenden Gleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung" sprechen, ist das nicht gerade als Kompliment für den Herrn Löw zu verstehen. Das ist mehr als deutlich.
ein weiteres beispiel
Bei der EM spielte die Mannschaft gegen die Portugiesen ihr bestes Spiel, verlor aber unmittelbar nach der Führung komplett die Spielkontrolle. Sie machte wieder den Eindruck, dass sie nicht so genau wusste, wie es denn jetzt im Allgemeinen so weitergeht, weiter nach Vorne spiele oder auf Konter, und so stolperte sie während der letzten Minuten von einer Verlegenheit in die andere und wäre Neuer nicht Neuer gewesen, wäre der Ausgleich noch gefallen. Gebe zu, dass die Portugiesen ein anderes Kaliber als die Schweden sind, doch auch gegen die tief stehenden und statischen Dänen stand man im letzten Gruppenspiel nach dem einseins nervelnd kurz vor dem Ausscheiden, das ist aber offenbar kaum einem aufgefallen. Hätte Gomez - der zugegeben ncht gerade die Reinkarnation von Hacki Wimmer ist - nicht so sensationell abgeschlossen, wäre die Mannschaft bereits in der Vorrunde ''rausgeflogen.
vorbildlich
Hier hilft ein Blick auf die Spanier und auf deren Zusammensetzung der Mannschaft. Die haben eben den resoluten Busquets, den verrückten Ramos, Piqué oder Xabi Alonso, die nach - wenn auch Gottseidank moderaterer Form - guter alter, spanischer Knochenbrechertradition - sagen wir einmal - ein gewisses kämpferisches Element in das spanische Spiel bringen. Künstler wie Maradona und Schuster erinnern sich mit Grauen an Monster wie Camacho - Henker von Real Madrid - oder Goikoetxea - Metzger von Athletic Bilbao - die in den achtziger Jahren für die notwendige Physis und Härte im Spiel zuständig waren. Iniesta und Xavi sind sich im Übrigen auch für das Backchecking nicht zu schade. Aber unser Apoleget des feinsten Fußballs ignoriert, lernt nicht dazu, lässt die Mannschaft allein.
Kleiner Hinweis an die Verantwortlichen beim DFB: Der Josef Heynckes wäre Ende der Saison frei, der hat sogar den Herrn Robben zum Laufen und Grätschen gebracht. 1974 hat der niederländische Verband auch kurz vor der WM den legendären Rinus Michelsals Bondscoach eingestellt, obwohl der die Mannschaft nicht durch die Qualifikation geführt hat, könnte der DFB doch auch machen, aber auf mich hört ja wieder keiner.
13.03.13
über huub, hecking und das spiel nach vorne
Nach dem doch sehr ordentlichem Zweieinssieg gegen den FCA sollte sich so langsam in den Hirnen der Glubbgemeinde festsetzen, dass wir im gesunden, wenn auch unteren Bereich des Bundesligamittelfelds angekommen sind. Denke, man kann da ruhig die "Wenns" und "Abers" und die Geschichte mit dem Pferd mit Verdauungsproblemen vor der Apotheke zumindest anfangen zu vergessen.
Warum dieser wahnsinnig anmutende Optimismus, wird sich der eine oder andere Leser fragen, ganz einfach, die Mannschaft hat in den letzten Jahren des Öfteren bewiesen, dass sie konstante und stabile und - wie schon erwähnt - ordentliche Arbeit abliefert, sie hat mit Ruhe und Geduld auch kleinere Krisen überstanden und war präsent und nervenstark, wenn es darauf ankam.
Nur nach Vorne präsentiert sie sich im alten Glubbstil. In den seligen Zeiten, als die Ultras noch nicht neunzig Minuten sangen und hoppsten, und man deshalb die Reaktionen der Zuschauer auf das Spiel so richtig mitbekam, lief das dann so ab: Ständiges, leicht unzufriedenes und mauliges Gemurmel, Ballgewinn der Mannschaft, begeistertes und überraschter Jubel, Sekunden später der - so hatte ich den Eindruck - obligatorische Ballverlust, Aufstöhnen der Zuschauer, derbes Schimpfen auf die "Gorrggn", und dann murmelte die Gemeinde wieder kollektiv in ihre Bärte.
heckings versuche
Dieter Hecking hat in den letzten beiden Jahren durchaus versucht mehr Offensive in die Mannschaft zu bringen, mehr auf Ballbesitz, auf Kombinationsspiel zu setzen, personell wurde das immer wieder deutlich, mit Mak und Esswein - eigentlich zwei Stümer - auf dem Flügel. Das hat aber nie so richtig funktioniert, und das hat auch damit zu tun, dass beide so ab und an das Podolski-Syndrom befallen hat, d.h. fasziniert zugucken was die Kollegen denn gerade verteidigungsmäßig so anstellen. Dann fehlt die Balance, wie es seit Neuestem überall heißt, wir verloren plötzlich wieder Spiele, danach ist er dann meist mit defensiven Lösungen auf Nummer sicher gegangen.
Und irgendwie hatte Hecking mit dieser Konsequenz auch recht, die Mannschaft besitzt individuell nicht die Qualität, sich elegant quer durch den eigenen bis in den gegnerischen Straftaum zum Torerfolg zu kombinieren, es machtalso keinen Sinn, unseren braven Arbeitern - wie Arséne Wenger auf Teufel komm aber heraus seinen Stoppern sogar im Spiel gegen Barca - ein totales Wegschlagverbot zu erteilen. Bin also davon überzeugt, dass es übertrieben ist, nach mehr Ballkontrolle zu rufen, dazu fehlt es der Mannschaft an - wie bereits erwähnt - das spielerischem Vermögen, und das wird auch noch einige Zeit so bleiben, damit müssen wir uns abfinden.
ganz schnell nach vorne
Es wäre aber notwendig und möglich, dass sie - wenn es dann angebracht ist - etwas weiter Vorne verteidigt, um dann schnell (!) in die Spitze zu spielen, dadurch den kurzen Weg zum Tor zu nützen, nicht gegen eine komplett verteidigende Mannschaft, sondern nur gegen die Abwehrspieler ihre Angriffe zu laufen. Wenn sich nach Ballgewinn die Gelegenheit für einen schnellen, sauberen Konter bietet - und das war in den vergangenen Spiele öfters der Fall - muss sie diese Chancen einfach effektiver nützen, zumindest zum Abschluß kommen, anstatt umständlich und erschrocken angesichts der sich möglicherweise auftuenden Torgelegenheiten den Ball zu vertändeln.
Ich bin mir nicht sicher, ob Huub Stevens der Trainer ist, der unserer Mannschaft damit weiterhilft. Für mich vertritt er eine ähnliche Fußballphilosophie wie Dieter Hecking, nämlich arbeiten, stabil stehen und nach vorne schauen wir einfach mal. Michael Wiesinger hat mich in den ersten Spielen überzeugt, mutige Entscheidungen getroffen, allein dass er den Platzhirsch Pinola für zwei Spiele auf der Bank gelassen hat, und die Mannschaft das offenbar gefressen hat, nötigt mir großen Respekt ab, ich glaube nicht, dass Hecking das riskiert hätte, der doch sehr auf die bestehende Hackordnung innerhalb der Mannschaft geachtet hat. Man sollte es also weiterhin mit dem Michl versuchen, ich glaube er wird die Mannschaft weiterbringen, auch und vor allem angriffsmäßig.
Warum dieser wahnsinnig anmutende Optimismus, wird sich der eine oder andere Leser fragen, ganz einfach, die Mannschaft hat in den letzten Jahren des Öfteren bewiesen, dass sie konstante und stabile und - wie schon erwähnt - ordentliche Arbeit abliefert, sie hat mit Ruhe und Geduld auch kleinere Krisen überstanden und war präsent und nervenstark, wenn es darauf ankam.
Nur nach Vorne präsentiert sie sich im alten Glubbstil. In den seligen Zeiten, als die Ultras noch nicht neunzig Minuten sangen und hoppsten, und man deshalb die Reaktionen der Zuschauer auf das Spiel so richtig mitbekam, lief das dann so ab: Ständiges, leicht unzufriedenes und mauliges Gemurmel, Ballgewinn der Mannschaft, begeistertes und überraschter Jubel, Sekunden später der - so hatte ich den Eindruck - obligatorische Ballverlust, Aufstöhnen der Zuschauer, derbes Schimpfen auf die "Gorrggn", und dann murmelte die Gemeinde wieder kollektiv in ihre Bärte.
heckings versuche
Dieter Hecking hat in den letzten beiden Jahren durchaus versucht mehr Offensive in die Mannschaft zu bringen, mehr auf Ballbesitz, auf Kombinationsspiel zu setzen, personell wurde das immer wieder deutlich, mit Mak und Esswein - eigentlich zwei Stümer - auf dem Flügel. Das hat aber nie so richtig funktioniert, und das hat auch damit zu tun, dass beide so ab und an das Podolski-Syndrom befallen hat, d.h. fasziniert zugucken was die Kollegen denn gerade verteidigungsmäßig so anstellen. Dann fehlt die Balance, wie es seit Neuestem überall heißt, wir verloren plötzlich wieder Spiele, danach ist er dann meist mit defensiven Lösungen auf Nummer sicher gegangen.
Und irgendwie hatte Hecking mit dieser Konsequenz auch recht, die Mannschaft besitzt individuell nicht die Qualität, sich elegant quer durch den eigenen bis in den gegnerischen Straftaum zum Torerfolg zu kombinieren, es machtalso keinen Sinn, unseren braven Arbeitern - wie Arséne Wenger auf Teufel komm aber heraus seinen Stoppern sogar im Spiel gegen Barca - ein totales Wegschlagverbot zu erteilen. Bin also davon überzeugt, dass es übertrieben ist, nach mehr Ballkontrolle zu rufen, dazu fehlt es der Mannschaft an - wie bereits erwähnt - das spielerischem Vermögen, und das wird auch noch einige Zeit so bleiben, damit müssen wir uns abfinden.
ganz schnell nach vorne
Es wäre aber notwendig und möglich, dass sie - wenn es dann angebracht ist - etwas weiter Vorne verteidigt, um dann schnell (!) in die Spitze zu spielen, dadurch den kurzen Weg zum Tor zu nützen, nicht gegen eine komplett verteidigende Mannschaft, sondern nur gegen die Abwehrspieler ihre Angriffe zu laufen. Wenn sich nach Ballgewinn die Gelegenheit für einen schnellen, sauberen Konter bietet - und das war in den vergangenen Spiele öfters der Fall - muss sie diese Chancen einfach effektiver nützen, zumindest zum Abschluß kommen, anstatt umständlich und erschrocken angesichts der sich möglicherweise auftuenden Torgelegenheiten den Ball zu vertändeln.
Ich bin mir nicht sicher, ob Huub Stevens der Trainer ist, der unserer Mannschaft damit weiterhilft. Für mich vertritt er eine ähnliche Fußballphilosophie wie Dieter Hecking, nämlich arbeiten, stabil stehen und nach vorne schauen wir einfach mal. Michael Wiesinger hat mich in den ersten Spielen überzeugt, mutige Entscheidungen getroffen, allein dass er den Platzhirsch Pinola für zwei Spiele auf der Bank gelassen hat, und die Mannschaft das offenbar gefressen hat, nötigt mir großen Respekt ab, ich glaube nicht, dass Hecking das riskiert hätte, der doch sehr auf die bestehende Hackordnung innerhalb der Mannschaft geachtet hat. Man sollte es also weiterhin mit dem Michl versuchen, ich glaube er wird die Mannschaft weiterbringen, auch und vor allem angriffsmäßig.
30.12.12
eine schoene bescherung
Eine solche hat uns der gute Dieter Hecking bereitet, der, wie allseits bekannt, mit seinem recht kurzentschlossenen Wechsel in die Volkswagenstadt doch etwas Unruhe in die vorweihnachtliche Glubbwelt gebracht und darueber hinaus eine kurz aufflammende deutschlandweite Diskussion ueber Moral oder Unmoral im Fussball verursacht hat.
Trotzdem ich die Gruende - da wurden persoenliche, finanzielle, sportliche genannt - fuer seinen Wechsel nachvollziehen kann und trotzdem er gute Arbeit bei uns geleistet hat, erlaube ich mir die Sache - sei das auch moeglicherweise unmoralisch - durch die rot-schwarze Brille zu sehen.
So darf ich dann auch sagen, dass ich seine ganze Aktion fuer eine mittelschwere Sauerei halte, denn der gute Hecking wechselt mitten in der Saison zu einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt und tut dabei so, als ob der unserige - der seit kurzem nicht mehr seiner ist - schon gesichert waere.
Und so kann ich dann unserem ehemaligen Coach in der momentanen Tabellensituation nur den Abstieg wuenschen, denn steigt Heckings VW-Truppe ab, dann hätten wir - logisch - bereits einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt hinter uns gelassen.
Dieter wird es verschmerzen, denn er ist ja Werkscoach, kassiert also auch in Liga II ein gutes Gehalt, mit Allofs kehrt ja jetzt Kontinuitaet und Geduld in den Verein und so werden die dortigen Entscheider ihren Neuen selbstverstaendlich auch im Falle eines Abstiegs nicht feuern. Zudem der VfL steht die VW-Betriebskampftruppe finanziell unendlich solide da, ein Jahr in der zweiten Liga werden unsere "Woelfe" somit locker ueberleben.
Dieter wird es verschmerzen, denn er ist ja Werkscoach, kassiert also auch in Liga II ein gutes Gehalt, mit Allofs kehrt ja jetzt Kontinuitaet und Geduld in den Verein und so werden die dortigen Entscheider ihren Neuen selbstverstaendlich auch im Falle eines Abstiegs nicht feuern. Zudem der VfL steht die VW-Betriebskampftruppe finanziell unendlich solide da, ein Jahr in der zweiten Liga werden unsere "Woelfe" somit locker ueberleben.
Herr Hecking wird meine Konsequenz sicher verstehen, mein Wunsch hat - ganz wie sein Wechsel zu Volkswagen - selbstverstaendlich und ausschliesslich persoenliche und sportliche Gruende, denn es macht - und das wissen wir alle - doch deutlich mehr Spass, in der ersten Liga zu leiden als in der zweiten.
In diesem Sinne, alles Gute, Dieter Hecking!
30.12.11
flügellahme ansprüche
Nach monatelanger Abstinenz furchtbar Erhellendes über unseren haßgeliebten FCN, der bekanntlich eine recht unterschiedliche Vorrunde hinter sich hat, die er schießlich letzte Woche mit einem Nulleins gegen den DTV (Dorf- und Teeverein) Vestenbergsgreuth gekrönt hat. Werde mich in diesem Beitrag nur so ausgangspunktmäßig etwas mit Forderungen aus diversen Foren beschäftigen, um so sozusagen über den Kampf ins Spiel zu kommen.
"Verstärkte Offensive"
Nee, ganz im Gegenteil, Dieter Hecking sollte - wie beim erfolgreichen Klassenherhalt 2010 - verstärkt auf Verteidigung setzen. Es gab während Vorrunde einige Spiele, in denen wir zu offensiv waren, in denen die Balance zwischen Angriff und Verteidigung nicht gestimmt hat. Wirksame Defensive gibt Sicherheit, Stabilität und deshalb größeres Vertrauen beim Abschluß, überragend waren wir angriffsmäßig übrigens letztes Jahr auch nicht, hinten standen wir aber insgesamt stabiler und solider und waren deshalb auch erfolgreicher
Geradezu begeistert war ich - und das muss ich als Defensivfanatiker einmal loswerden - von der taktischen Aufstellung in Leverkusen, als sich unser alter, belgischer Haudegen Timmy Simons immer wieder in die Abwehrkette fallen hat lassen, wir haben also teilweise mit einem Fünfdreizwei gespielt.
Trotzdem muss auf den Flügeln noch war getan werden, so transfermäßig. Uns fehlt dort ein weiterer Spieler, der die Flanke sowohl nach hinten als auch nach vorne gut bearbeiten kann. Eigler ist dort keine optimale Besetzung, Hegeler eigentlich auch nicht. Übrigens und nicht so ganz zusammenhangslos gefällt mir die Idee, im kommenden Jahr den tragischen Breno als Ersatz für Wollscheid - übrigens auch nicht mehr so stark wie letztes Jahr - auszuleihen.
"Torwartwechsel"
Diese Forderung ist so richtig wahnsinnig. Patrick Rakovsky hat gegen Dortmung so gut wie nichts auf den Kasten bekommen, die Bälle, die auf's Tor kamen, hätten auch Schäfer und Stephan problemlos gehalten. Im Spiel gegen den FCA zeigte er - obwohl er dort noch weniger zu tun hatte - deutliche Nervosität. Vor allem die Abwehrspieler müssen das Gefühl haben, dass sie sich auf den Menschen zwischen den Pfosten und der Latte verlassen können. Wenn das nicht der Fall ist, dann wird es so richtig ungemütlich.
Lucien Favre konnte letztes Jahr mit dem Einsatz von Ter Stegen keinen Fehler machen, Logan Bailly spielte eine katastrophale Saison, Heimeroth war kein Rückhalt, Gladbach war abgeschlagen. Er hatte schlichtweh nichts zu verlieren. Die Situation beim Club sieht da mit akzeptablen achtzehn Punkten doch etwas anders aus. Wir haben nichts zu riskieren und schon gar nichts zu verschenken. Schäfer spielt keine überragende Saison, keine Frage, und klebt auch für meinen Geschmack zu sehr auf der Linie, müsste im Fünfer präsenter sein, hält aber alles in allem verlässlich.
"Alexander Esswein - Entdeckung der Vorrunde"
Erst einmal spielt der Mann eine durchaus beachtliche Saison, schließlich ist es seine erste "richtige", er kam aus der dritten Liga und hat seine Sache wirklich gut gemacht. Er ist im Einsgegeneins aufgrund seiner Geschwindigkeit kaum zu halten, wirbelt und bringt sich immer wieder in vielversprechende Situationen, ist daher auffällig,
Guckt man aber genauer hin, muss man feststellen, dass er so gut wie nichts auf diesen Situationen macht, er ist einfach ineffizient. Ein mickriges Törchen steht auf seinem Konto. Kollege Pekhart, hat da - obwohl er schwer in der Luft hängend den Einzelkämpfer geben muss - immerhin schon vier Tore und vier Vorlagen auf dem Konto. Ordentliche Werte angesichts unseres allzu lauen Angriffslüftchens. Im Übrigen macht die gleichzeitige Kritik an mangelnder Offensive und an Pekhart nicht wirklich Sinn, da ersteres gerade bedeutet, dass unser Mittelstürmer eben nicht ausreichend versorgt wird. Flanke schlagen und dann den Ball auch noch selbst versenken, geht halt nicht.
Zurück zum eigentlichen Thema, der wahrscheinlich verpflichtete Hlousek - der laut den Lauterer Fans als eher defensive Variante auf der selben Position gilt - brachte es letzte Saison in dreizehn Spielen auf ein Tor und eine Vorlage. Der gescholtene Markus Feulner - der es auch meiner Meinung nach besser kann - kam trotz durchschnittlicher Leistung auf ein Tor und vier Torvorlagen, in elf Spielen wohlgemerkt, denn zwei seiner Dreizehn Einsätze waren zu kurz, um sie tatsächlich bewerten zu können. Langer Schreibe usw., der gute Alexander muss beim Abschluss einfach konzentrierter und übersichtiger werden.
"Didavi ist auf die Acht"
Daniel ist ein sehr talentierter, aber eben ein reiner Offensivspieler, wenn wir den auf der zweiten, zentralen Defensivposition einsetzen, fällt die verteidigungsmäßig so gut wie weg und Timmy Simons - der übrigens auch in dieser Spielzeit die Zone vor der Abwehr gut verteidigt - muss sich dann dort alleine 'rumschlagen. Feulner wäre als vielseitiger Spieler auf dieser Position vorstellbar, ich tendiere aber zu "Cohen dem Zerstörer", also der konservativeren Variante, aber nur falls der wieder dieForm des letzten Jahres findet.
"Die Grottenkicker"
Ich bin überzeugt dass wir in der letzten Saison aus den Spielen gegen den VfB Stuttgart (zweizwei), Mainz 05 (dreidrei) und Freiburg (einszwei), nicht nur zwei, sondern mindestens fünf Punkte geholt hätten. Auswärts gegen Wolfsburg und den HSV zumindest einen Punkt, tja und dann kommen wir wieder auf die Zweiunszwanzig des letzten Jahres.
Zum unvermeidlichen "aber": Die Verletzungen von Maik Frantz, Per Nilsson und auch Xavier Pinola haben uns so richtig getroffen. Uns ist damit die komplette linke Seite - mit Franz und Pinola - weggebrochen. Esswein offenbart defensiv "taktische Schwächen", wie das der verehrte Hans Meyer formulieren würde, so wird unser Marvin Plattenhardt etwas allein gelassen und der ist in diesem Fall bei gutem Spiel ein ordentlicher Linksverteidiger, bei durchschnittlichem aber überfordert, Verstärkung ist deshalb absolut notwendig.
Nichts gegen Dominik Maroh, der einen soliden Stopper bringt, aber der Dominik ist ein durchschnittlicher Kopfballspieler, hat Probleme beim Spielaufbau und besitzt bei weitem nicht die Präsenz eines Per Nilsson oder Andi Wolf und a propos Andi Wolf, da wären wir beim nächsten Problem, nämlich bei der fehlenden, permanenten Ekelhaftigkeit. Wir wirken oftmals zu brav. Peinliche Kommentare wie der von Philpp Wollscheid nach dem Hoffenheim-Spiel, als er sich über Ibisovics Spruch ("Es wird jetzt gleich weh tun", den Spruch gab es schon zu Zeiten meines Großvaters) jammerte, sind ein Indikator für diese Bravheit.
Diese Harmlosigkeit, die fehlende Entschlossenheit hat aber auch eine andere Ursache, die nichts mit der Qualität der Mannschaft oder Verletzungspech zu tun hat. Nach dem hervorragenden Start haben einige wohl das Gefühl entwickelt, bereits im Establishment der Bundesliga angekommen zu sein, und waren dann ganz stolz und leider selbstzufrieden und wollten gewisse Dinge auf dem Platz ganz spielerisch lösen, ja, und das ist dann so der Moment, in dem ein gewisser Herr Schlendrian zum elften Mann auf dem Platz gerät und wenn die Spieler den mitspielen lassen, dann wird das eben nichts mit dem Gewinnen und so richtig abstiegsgefährlich.
15.10.11
vergangenheitsbewältigung
Es wird der Versuch werden - nach einigen Monaten Blogabstinenz - das Vergangene nachzuholen. Ein Satz zu einem Spiel, so wird das Moto lauten.
1. Spieltag: Einsnull gegen die Hertha
SCHWITZKASTEN
Wir hatten die Westberliner von der ersten bis zur letzten Minute im Griff.
2. Spieltag: Einszwei gegen 96
HÜHNERHAUFEN
So unordentlich wie nach dem Nullzueins für den Rest der ersten Halbzeit habe ich die Mannschaft seit Oennings Zeiten nicht mehr gesehen.
3. Spieltag: Nullzwei gegen den BVB:
INDIVIDUELLE KLASSE
Die erste Halbzeit wurde dominiert, dabei aber vergessen zu gewinnen.
4. Spieltag: Einsnull gegen den FCA:
INDIVIDUELLE KLASSE II
Ein gutes Zeichen, dass Esswein das Spiel mit einer Einzelleistung - quasi aus dem Nichts - das Einsnull erzielt hat.
5. Spieltag: Zweieins gegen Podolskis' Köln:
DRECKIG
Innerhalb von fünf Minuten drei dilettantische Schwalben der Kölner.
6. Spieltag: Einseins gegen Werder
ÜBERZAHL
Die Mannschaft hat von der ersten bis zu letzten Moment geduldig mit beeindruckender Konsequenz ihr Spiel durchgezogen.
7. Spieltag: Nulleins gegen Gladbach
SCHWÄCHEANFALL
Schade, dass die richtig starke Leistung unseres Alexander Stephans (unsere "Nummer Drei") nicht mit einem Punkt belohnt wurde.
8. Spieltag. Dreidrei gegen Mainz
"OFFENE TÜREN"
Unsere beiden Stopper schwächeln zurzeit.
1. Spieltag: Einsnull gegen die Hertha
SCHWITZKASTEN
Wir hatten die Westberliner von der ersten bis zur letzten Minute im Griff.
2. Spieltag: Einszwei gegen 96
HÜHNERHAUFEN
So unordentlich wie nach dem Nullzueins für den Rest der ersten Halbzeit habe ich die Mannschaft seit Oennings Zeiten nicht mehr gesehen.
3. Spieltag: Nullzwei gegen den BVB:
INDIVIDUELLE KLASSE
Die erste Halbzeit wurde dominiert, dabei aber vergessen zu gewinnen.
4. Spieltag: Einsnull gegen den FCA:
INDIVIDUELLE KLASSE II
Ein gutes Zeichen, dass Esswein das Spiel mit einer Einzelleistung - quasi aus dem Nichts - das Einsnull erzielt hat.
5. Spieltag: Zweieins gegen Podolskis' Köln:
DRECKIG
Innerhalb von fünf Minuten drei dilettantische Schwalben der Kölner.
6. Spieltag: Einseins gegen Werder
ÜBERZAHL
Die Mannschaft hat von der ersten bis zu letzten Moment geduldig mit beeindruckender Konsequenz ihr Spiel durchgezogen.
7. Spieltag: Nulleins gegen Gladbach
SCHWÄCHEANFALL
Schade, dass die richtig starke Leistung unseres Alexander Stephans (unsere "Nummer Drei") nicht mit einem Punkt belohnt wurde.
8. Spieltag. Dreidrei gegen Mainz
"OFFENE TÜREN"
Unsere beiden Stopper schwächeln zurzeit.
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