agolnaihaua
überleben mit dem club
30.12.11
flügellahme ansprüche
Nach monatelanger Abstinenz furchtbar Erhellendes über unseren haßgeliebten FCN, der bekanntlich eine recht unterschiedliche Vorrunde hinter sich hat, die er schießlich letzte Woche mit einem Nulleins gegen den DTV (Dorf- und Teeverein) Vestenbergsgreuth gekrönt hat. Werde mich in diesem Beitrag nur so ausgangspunktmäßig etwas mit Forderungen aus diversen Foren beschäftigen, um so sozusagen über den Kampf ins Spiel zu kommen.
"Verstärkte Offensive"
Nee, ganz im Gegenteil, Dieter Hecking sollte - wie beim erfolgreichen Klassenherhalt 2010 - verstärkt auf Verteidigung setzen. Es gab während Vorrunde einige Spiele, in denen wir zu offensiv waren, in denen die Balance zwischen Angriff und Verteidigung nicht gestimmt hat. Wirksame Defensive gibt Sicherheit, Stabilität und deshalb größeres Vertrauen beim Abschluß, überragend waren wir angriffsmäßig übrigens letztes Jahr auch nicht, hinten standen wir aber insgesamt stabiler und solider und waren deshalb auch erfolgreicher
Geradezu begeistert war ich - und das muss ich als Defensivfanatiker einmal loswerden - von der taktischen Aufstellung in Leverkusen, als sich unser alter, belgischer Haudegen Timmy Simons immer wieder in die Abwehrkette fallen hat lassen, wir haben also teilweise mit einem Fünfdreizwei gespielt.
Trotzdem muss auf den Flügeln noch war getan werden, so transfermäßig. Uns fehlt dort ein weiterer Spieler, der die Flanke sowohl nach hinten als auch nach vorne gut bearbeiten kann. Eigler ist dort keine optimale Besetzung, Hegeler eigentlich auch nicht. Übrigens und nicht so ganz zusammenhangslos gefällt mir die Idee, im kommenden Jahr den tragischen Breno als Ersatz für Wollscheid - übrigens auch nicht mehr so stark wie letztes Jahr - auszuleihen.
"Torwartwechsel"
Diese Forderung ist so richtig wahnsinnig. Patrick Rakovsky hat gegen Dortmung so gut wie nichts auf den Kasten bekommen, die Bälle, die auf's Tor kamen, hätten auch Schäfer und Stephan problemlos gehalten. Im Spiel gegen den FCA zeigte er - obwohl er dort noch weniger zu tun hatte - deutliche Nervosität. Vor allem die Abwehrspieler müssen das Gefühl haben, dass sie sich auf den Menschen zwischen den Pfosten und der Latte verlassen können. Wenn das nicht der Fall ist, dann wird es so richtig ungemütlich.
Lucien Favre konnte letztes Jahr mit dem Einsatz von Ter Stegen keinen Fehler machen, Logan Bailly spielte eine katastrophale Saison, Heimeroth war kein Rückhalt, Gladbach war abgeschlagen. Er hatte schlichtweh nichts zu verlieren. Die Situation beim Club sieht da mit akzeptablen achtzehn Punkten doch etwas anders aus. Wir haben nichts zu riskieren und schon gar nichts zu verschenken. Schäfer spielt keine überragende Saison, keine Frage, und klebt auch für meinen Geschmack zu sehr auf der Linie, müsste im Fünfer präsenter sein, hält aber alles in allem verlässlich.
"Alexander Esswein - Entdeckung der Vorrunde"
Erst einmal spielt der Mann eine durchaus beachtliche Saison, schließlich ist es seine erste "richtige", er kam aus der dritten Liga und hat seine Sache wirklich gut gemacht. Er ist im Einsgegeneins aufgrund seiner Geschwindigkeit kaum zu halten, wirbelt und bringt sich immer wieder in vielversprechende Situationen, ist daher auffällig,
Guckt man aber genauer hin, muss man feststellen, dass er so gut wie nichts auf diesen Situationen macht, er ist einfach ineffizient. Ein mickriges Törchen steht auf seinem Konto. Kollege Pekhart, hat da - obwohl er schwer in der Luft hängend den Einzelkämpfer geben muss - immerhin schon vier Tore und vier Vorlagen auf dem Konto. Ordentliche Werte angesichts unseres allzu lauen Angriffslüftchens. Im Übrigen macht die gleichzeitige Kritik an mangelnder Offensive und an Pekhart nicht wirklich Sinn, da ersteres gerade bedeutet, dass unser Mittelstürmer eben nicht ausreichend versorgt wird. Flanke schlagen und dann den Ball auch noch selbst versenken, geht halt nicht.
Zurück zum eigentlichen Thema, der wahrscheinlich verpflichtete Hlousek - der laut den Lauterer Fans als eher defensive Variante auf der selben Position gilt - brachte es letzte Saison in dreizehn Spielen auf ein Tor und eine Vorlage. Der gescholtene Markus Feulner - der es auch meiner Meinung nach besser kann - kam trotz durchschnittlicher Leistung auf ein Tor und vier Torvorlagen, in elf Spielen wohlgemerkt, denn zwei seiner Dreizehn Einsätze waren zu kurz, um sie tatsächlich bewerten zu können. Langer Schreibe usw., der gute Alexander muss beim Abschluss einfach konzentrierter und übersichtiger werden.
"Didavi ist auf die Acht"
Daniel ist ein sehr talentierter, aber eben ein reiner Offensivspieler, wenn wir den auf der zweiten, zentralen Defensivposition einsetzen, fällt die verteidigungsmäßig so gut wie weg und Timmy Simons - der übrigens auch in dieser Spielzeit die Zone vor der Abwehr gut verteidigt - muss sich dann dort alleine 'rumschlagen. Feulner wäre als vielseitiger Spieler auf dieser Position vorstellbar, ich tendiere aber zu "Cohen dem Zerstörer", also der konservativeren Variante, aber nur falls der wieder dieForm des letzten Jahres findet.
"Die Grottenkicker"
Ich bin überzeugt dass wir in der letzten Saison aus den Spielen gegen den VfB Stuttgart (zweizwei), Mainz 05 (dreidrei) und Freiburg (einszwei), nicht nur zwei, sondern mindestens fünf Punkte geholt hätten. Auswärts gegen Wolfsburg und den HSV zumindest einen Punkt, tja und dann kommen wir wieder auf die Zweiunszwanzig des letzten Jahres.
Zum unvermeidlichen "aber": Die Verletzungen von Maik Frantz, Per Nilsson und auch Xavier Pinola haben uns so richtig getroffen. Uns ist damit die komplette linke Seite - mit Franz und Pinola - weggebrochen. Esswein offenbart defensiv "taktische Schwächen", wie das der verehrte Hans Meyer formulieren würde, so wird unser Marvin Plattenhardt etwas allein gelassen und der ist in diesem Fall bei gutem Spiel ein ordentlicher Linksverteidiger, bei durchschnittlichem aber überfordert, Verstärkung ist deshalb absolut notwendig.
Nichts gegen Dominik Maroh, der einen soliden Stopper bringt, aber der Dominik ist ein durchschnittlicher Kopfballspieler, hat Probleme beim Spielaufbau und besitzt bei weitem nicht die Präsenz eines Per Nilsson oder Andi Wolf und a propos Andi Wolf, da wären wir beim nächsten Problem, nämlich bei der fehlenden, permanenten Ekelhaftigkeit. Wir wirken oftmals zu brav. Peinliche Kommentare wie der von Philpp Wollscheid nach dem Hoffenheim-Spiel, als er sich über Ibisovics Spruch ("Es wird jetzt gleich weh tun", den Spruch gab es schon zu Zeiten meines Großvaters) jammerte, sind ein Indikator für diese Bravheit.
Diese Harmlosigkeit, die fehlende Entschlossenheit hat aber auch eine andere Ursache, die nichts mit der Qualität der Mannschaft oder Verletzungspech zu tun hat. Nach dem hervorragenden Start haben einige wohl das Gefühl entwickelt, bereits im Establishment der Bundesliga angekommen zu sein, und waren dann ganz stolz und leider selbstzufrieden und wollten gewisse Dinge auf dem Platz ganz spielerisch lösen, ja, und das ist dann so der Moment, in dem ein gewisser Herr Schlendrian zum elften Mann auf dem Platz gerät und wenn die Spieler den mitspielen lassen, dann wird das eben nichts mit dem Gewinnen und so richtig abstiegsgefährlich.
15.10.11
vergangenheitsbewältigung
Es wird der Versuch werden - nach einigen Monaten Blogabstinenz - das Vergangene nachzuholen. Ein Satz zu einem Spiel, so wird das Moto lauten.
1. Spieltag: Einsnull gegen die Hertha
SCHWITZKASTEN
Wir hatten die Westberliner von der ersten bis zur letzten Minute im Griff.
2. Spieltag: Einszwei gegen 96
HÜHNERHAUFEN
So unordentlich wie nach dem Nullzueins für den Rest der ersten Halbzeit habe ich die Mannschaft seit Oennings Zeiten nicht mehr gesehen.
3. Spieltag: Nullzwei gegen den BVB:
INDIVIDUELLE KLASSE
Die erste Halbzeit wurde dominiert, dabei aber vergessen zu gewinnen.
4. Spieltag: Einsnull gegen den FCA:
INDIVIDUELLE KLASSE II
Ein gutes Zeichen, dass Esswein das Spiel mit einer Einzelleistung - quasi aus dem Nichts - das Einsnull erzielt hat.
5. Spieltag: Zweieins gegen Podolskis' Köln:
DRECKIG
Innerhalb von fünf Minuten drei dilettantische Schwalben der Kölner.
6. Spieltag: Einseins gegen Werder
ÜBERZAHL
Die Mannschaft hat von der ersten bis zu letzten Moment geduldig mit beeindruckender Konsequenz ihr Spiel durchgezogen.
7. Spieltag: Nulleins gegen Gladbach
SCHWÄCHEANFALL
Schade, dass die richtig starke Leistung unseres Alexander Stephans (unsere "Nummer Drei") nicht mit einem Punkt belohnt wurde.
8. Spieltag. Dreidrei gegen Mainz
"OFFENE TÜREN"
Unsere beiden Stopper schwächeln zurzeit.
1. Spieltag: Einsnull gegen die Hertha
SCHWITZKASTEN
Wir hatten die Westberliner von der ersten bis zur letzten Minute im Griff.
2. Spieltag: Einszwei gegen 96
HÜHNERHAUFEN
So unordentlich wie nach dem Nullzueins für den Rest der ersten Halbzeit habe ich die Mannschaft seit Oennings Zeiten nicht mehr gesehen.
3. Spieltag: Nullzwei gegen den BVB:
INDIVIDUELLE KLASSE
Die erste Halbzeit wurde dominiert, dabei aber vergessen zu gewinnen.
4. Spieltag: Einsnull gegen den FCA:
INDIVIDUELLE KLASSE II
Ein gutes Zeichen, dass Esswein das Spiel mit einer Einzelleistung - quasi aus dem Nichts - das Einsnull erzielt hat.
5. Spieltag: Zweieins gegen Podolskis' Köln:
DRECKIG
Innerhalb von fünf Minuten drei dilettantische Schwalben der Kölner.
6. Spieltag: Einseins gegen Werder
ÜBERZAHL
Die Mannschaft hat von der ersten bis zu letzten Moment geduldig mit beeindruckender Konsequenz ihr Spiel durchgezogen.
7. Spieltag: Nulleins gegen Gladbach
SCHWÄCHEANFALL
Schade, dass die richtig starke Leistung unseres Alexander Stephans (unsere "Nummer Drei") nicht mit einem Punkt belohnt wurde.
8. Spieltag. Dreidrei gegen Mainz
"OFFENE TÜREN"
Unsere beiden Stopper schwächeln zurzeit.
12.10.11
phantastischer aufsichtsrat
Letztes Wochenenende wurden auf der Jahreshauptversammlung des FCN einige Aufsichtsräte gewählt.
Unter anderen geriet ein Herr zum Aufsichtsrat, der laut der doch einigermaßen seriösen Frankfurter Rundschau zumindest die Idee hatte, die so genannte SpVgg Fürth (eigentlich TSV Vestenbergsgreuth) mit unserem Club zu fusionieren, weil erstere "nicht überlebensfähig" sei und letzterer "nicht gut genug für die Bundesliga".
Selbst wenn er diesen Gschmarre möglicherweise ironisch gemeint hat - der Kollege der Frankfurter Rundschau war jedoch der Aufassung, Günther Koch meinte das ernst - wäre der wichtigtuerisch und disqualifiziert ihn für einen Posten beim "Glubb". Gute Wahl, kann ich da nur sagen.
Unter anderen geriet ein Herr zum Aufsichtsrat, der laut der doch einigermaßen seriösen Frankfurter Rundschau zumindest die Idee hatte, die so genannte SpVgg Fürth (eigentlich TSV Vestenbergsgreuth) mit unserem Club zu fusionieren, weil erstere "nicht überlebensfähig" sei und letzterer "nicht gut genug für die Bundesliga".
Selbst wenn er diesen Gschmarre möglicherweise ironisch gemeint hat - der Kollege der Frankfurter Rundschau war jedoch der Aufassung, Günther Koch meinte das ernst - wäre der wichtigtuerisch und disqualifiziert ihn für einen Posten beim "Glubb". Gute Wahl, kann ich da nur sagen.
über:
ballgeschwätz
26.06.11
stolze, alte dame
Letztes Wochenende war ich einkaufsmäßig unterwegs, neue Schuhe sollten und mussten her, keine Fußballschuhe, sondern stinknormale Straßenschuhe, so wurden die in meiner Kindheit genannt wurde.
Was das jetzt alles mit Fußball zu tun hat, wird sich möglicherweise der eine oder andere fragen, und was im Besonderen mit dem altehrwürdigen 1.FC Nürnberg? Gemach, gemach, kann ich da nur schreiben, denn nachdem ich meine neuen Straßentreter erworben hatte, streunte ich in einem nahe gelegenen Kaufhaus herum, jenes, dass dieser ehemalige, deutsche Kriegsminister und Doktor der Jurispondenz und aktuelle AC/DC - Fanatiker partout nicht retten wollte, zu Beginn seiner recht kurzen Karriere. Jedenfalls fiel mir dort fiel mir diese Kleiderstange auf, an der lustig farbig bedruckte T-Shirts in allen Größen hingen. Zweiligameister 2011 prangte darauf, konnte sich doch nur um die Hertha handeln, und ich war doch erstaunt.
Als halbintellektueller Mensch zog ich weiter in eine große Buchhandlung - die mit diesem lustigen Namen - und blätterte lustvoll in dem einen oder anderen Buch herum, wie man das eben so macht und mir fiel ein großes und recht dickes und buntes auf, das offensichtlich ebenfalls über die Zweitligameisterschaftssaison dieses westberliner Fußballvereins handelte, bekanntlich unser erster Gegner der kommenden Saison.
Ob das jetzt auch im Briefkopf der Herthaner steht, so fragte ich mich und danach kam mir die Frage in den Sinn wie oft denn unser Glubb Zweitligameister gewesen sei? Vielleicht sollten wir diese Titel auch auf unseren Briefkopf steleem. Neun plus vielleicht vier ergibt dreizehn, die letzte Meisterschaft läge dann nicht ganz so weit zurück, unsere bezeichnende, kollektive Melancholie wäre nicht ganz so groß, jeder Abstieg böte Gelegenheit, Meisterschaften zu gewinnen, bunte T-Shirts zu verkaufen und darüber dicke Bücher zu drucken. Hört sich gut an.
Was das jetzt alles mit Fußball zu tun hat, wird sich möglicherweise der eine oder andere fragen, und was im Besonderen mit dem altehrwürdigen 1.FC Nürnberg? Gemach, gemach, kann ich da nur schreiben, denn nachdem ich meine neuen Straßentreter erworben hatte, streunte ich in einem nahe gelegenen Kaufhaus herum, jenes, dass dieser ehemalige, deutsche Kriegsminister und Doktor der Jurispondenz und aktuelle AC/DC - Fanatiker partout nicht retten wollte, zu Beginn seiner recht kurzen Karriere. Jedenfalls fiel mir dort fiel mir diese Kleiderstange auf, an der lustig farbig bedruckte T-Shirts in allen Größen hingen. Zweiligameister 2011 prangte darauf, konnte sich doch nur um die Hertha handeln, und ich war doch erstaunt.
Als halbintellektueller Mensch zog ich weiter in eine große Buchhandlung - die mit diesem lustigen Namen - und blätterte lustvoll in dem einen oder anderen Buch herum, wie man das eben so macht und mir fiel ein großes und recht dickes und buntes auf, das offensichtlich ebenfalls über die Zweitligameisterschaftssaison dieses westberliner Fußballvereins handelte, bekanntlich unser erster Gegner der kommenden Saison.
Ob das jetzt auch im Briefkopf der Herthaner steht, so fragte ich mich und danach kam mir die Frage in den Sinn wie oft denn unser Glubb Zweitligameister gewesen sei? Vielleicht sollten wir diese Titel auch auf unseren Briefkopf steleem. Neun plus vielleicht vier ergibt dreizehn, die letzte Meisterschaft läge dann nicht ganz so weit zurück, unsere bezeichnende, kollektive Melancholie wäre nicht ganz so groß, jeder Abstieg böte Gelegenheit, Meisterschaften zu gewinnen, bunte T-Shirts zu verkaufen und darüber dicke Bücher zu drucken. Hört sich gut an.
über:
ballgeschwätz
15.05.11
rewind and fast forward
Es gibt eine Menge nachzuholen. Deshalb versuche ich die versäumten, letzten Wochen im Schnelldurchlauf aufzuholen. Los geht's.
gegen die Bayern:
habe ich in irgendeiner Kneipe in Charlottenburg gesehen - nachdem ich zufällig in der Elektroabteilung eines Kaufhauses Müllers Einsnull mitansehen musste. Mit mir guckten eine ganze Menge von Barmücken, die mich stillschweigend geduldet haben, mir aber ehrlich gesagt um einiges sympathischer waren als die Handvoll Glubberer, die ebenfalls zugegen waren. Es lief die Konferenz, so dass ich eigentlich nur das Einseins durch Eigler gesehen habe. Egal, damit war ich zufrieden.
in Kaiserlautern:
war für mich in der ersten Halbzeit eine beeindruckende Leistung. So haben es wohl auch einige unserer Spezialisten auf dem satten Grün des Betzenbergs empfunden und prompt angefangen zu zaubern, was in der zweiten Halbzeit beinahe in die Hose gegangen wäre.
gegen Mainz:
konzentriert und ordentliche gespielt, war mehr als okay. Wie in den letzten Spielen wurde allerdings deutlich, dass uns es im Mittelfeld deutlich an Geschwindigkeit fehlt. Das durch alle Münder gehende "schnelle Umschaltspiel" funktioniert dann halt nicht so. Dabei fällt mir auf, dass die Verletzung unseres Mike Frantz seit Monaten ignoriert wird. Er fehlt uns sehr.
in Dortmund:
geplant war, das Spiel abends auf Club-TV anzuschauen, ich hab' mir aber am späten Nachmittag, irgendwo in der Nähe des Landwehrkanals, eine Pizza geholt und während des Wartens per Radio mitbekommen, dass unsere Helden Nullzwei verloren haben, und daraufhin das Gucken sein lassen.
gegen Hoffenheim:
eigentlich das Marek Mintal - Abschiedsspiel. Ein schöner Abschied, trotz der Niederlage. Im Übrigen hat - bei allergrößtem Respekt vor seinen herausragenden Leistungen - unser Stopper Wollscheid das Spiel verloren, mit diesem Tritt in das Hohle. Trotzdem haben ihm seine eifrigen Bewunderer aus den Reihen der Nürnberger Regionalpresse noch eine "ausreichende" Leistung bescheinigt. Andi Wolf hätte dafür eine Sieben bekommen.
in Hannover:
gute erste Halbzeit haben wir abgeliefert, es war überhaupt ein sehr ansehnliches Spiel. In der zweiten Halbzeit sind wir aber teilweise so richtig analysiert worden, waren chancenlos. Als bekennender Andi Wolf - Anhänger stelle ich fest, dass es ohne in in der inneren Verteidigung an Härte, Kraft und Mobilität fehlt. Er sollte gehalten werden.
über Transfers:
mit Gündogans und Ekicis Abgang - schreckliches Wort, Weggang ist angemessener - habe ich gerechnet. Auch Schieber war ja klar. Die zwei jungen Stürmer Alexander Esswein und Tomas Pekhart und auch Manuel Zeitz haben schon unterschrieben. Die so genannten "Leistungsdaten" der drei Neuen lesen sich gar nicht so schlecht. Es fehlt aber wohl noch ein gestandener, kreativer Mann für das Mittelfeld.
Überhaupt gehe ich schwer davon aus, dass es in der kommenden Saison wieder gegen den Abstieg geht. Die Jungen - wie Mendler, Plattenhardt, Wießmeier, teilweise auch Mak - besitzen noch kein Bundesliganiveau, auch wenn sie noch so gelobt werden und Wollscheid und vor allem Chandler müssen noch beweisen, dass sie auch stabil bleiben, wenn es mannschaftlich nicht so rund läuft. Bei Almog Cohen mache mir da keine Sorgen.
Aber bei mir bricht schon wieder die Skepsis des Club-Fanatikers durch. Jetzt sind wir erstmal Sechster, und gehen wir ruhig mal davon aus, dass unsere Glubberer eine so richtig gute Saison gespielt haben, wie der Hans Meyer sagen würde.
gegen die Bayern:
habe ich in irgendeiner Kneipe in Charlottenburg gesehen - nachdem ich zufällig in der Elektroabteilung eines Kaufhauses Müllers Einsnull mitansehen musste. Mit mir guckten eine ganze Menge von Barmücken, die mich stillschweigend geduldet haben, mir aber ehrlich gesagt um einiges sympathischer waren als die Handvoll Glubberer, die ebenfalls zugegen waren. Es lief die Konferenz, so dass ich eigentlich nur das Einseins durch Eigler gesehen habe. Egal, damit war ich zufrieden.
in Kaiserlautern:
war für mich in der ersten Halbzeit eine beeindruckende Leistung. So haben es wohl auch einige unserer Spezialisten auf dem satten Grün des Betzenbergs empfunden und prompt angefangen zu zaubern, was in der zweiten Halbzeit beinahe in die Hose gegangen wäre.
gegen Mainz:
konzentriert und ordentliche gespielt, war mehr als okay. Wie in den letzten Spielen wurde allerdings deutlich, dass uns es im Mittelfeld deutlich an Geschwindigkeit fehlt. Das durch alle Münder gehende "schnelle Umschaltspiel" funktioniert dann halt nicht so. Dabei fällt mir auf, dass die Verletzung unseres Mike Frantz seit Monaten ignoriert wird. Er fehlt uns sehr.
in Dortmund:
geplant war, das Spiel abends auf Club-TV anzuschauen, ich hab' mir aber am späten Nachmittag, irgendwo in der Nähe des Landwehrkanals, eine Pizza geholt und während des Wartens per Radio mitbekommen, dass unsere Helden Nullzwei verloren haben, und daraufhin das Gucken sein lassen.
gegen Hoffenheim:
eigentlich das Marek Mintal - Abschiedsspiel. Ein schöner Abschied, trotz der Niederlage. Im Übrigen hat - bei allergrößtem Respekt vor seinen herausragenden Leistungen - unser Stopper Wollscheid das Spiel verloren, mit diesem Tritt in das Hohle. Trotzdem haben ihm seine eifrigen Bewunderer aus den Reihen der Nürnberger Regionalpresse noch eine "ausreichende" Leistung bescheinigt. Andi Wolf hätte dafür eine Sieben bekommen.
in Hannover:
gute erste Halbzeit haben wir abgeliefert, es war überhaupt ein sehr ansehnliches Spiel. In der zweiten Halbzeit sind wir aber teilweise so richtig analysiert worden, waren chancenlos. Als bekennender Andi Wolf - Anhänger stelle ich fest, dass es ohne in in der inneren Verteidigung an Härte, Kraft und Mobilität fehlt. Er sollte gehalten werden.
über Transfers:
mit Gündogans und Ekicis Abgang - schreckliches Wort, Weggang ist angemessener - habe ich gerechnet. Auch Schieber war ja klar. Die zwei jungen Stürmer Alexander Esswein und Tomas Pekhart und auch Manuel Zeitz haben schon unterschrieben. Die so genannten "Leistungsdaten" der drei Neuen lesen sich gar nicht so schlecht. Es fehlt aber wohl noch ein gestandener, kreativer Mann für das Mittelfeld.
Überhaupt gehe ich schwer davon aus, dass es in der kommenden Saison wieder gegen den Abstieg geht. Die Jungen - wie Mendler, Plattenhardt, Wießmeier, teilweise auch Mak - besitzen noch kein Bundesliganiveau, auch wenn sie noch so gelobt werden und Wollscheid und vor allem Chandler müssen noch beweisen, dass sie auch stabil bleiben, wenn es mannschaftlich nicht so rund läuft. Bei Almog Cohen mache mir da keine Sorgen.
Aber bei mir bricht schon wieder die Skepsis des Club-Fanatikers durch. Jetzt sind wir erstmal Sechster, und gehen wir ruhig mal davon aus, dass unsere Glubberer eine so richtig gute Saison gespielt haben, wie der Hans Meyer sagen würde.
09.04.11
länderspielpause
Ich hatte schon vor eine Länderspielpause zu machen, aber so lange sollte sie eigentlich nicht ausfallen. Doch Veränderungen meiner Rolle innerhalb der ökonomischen Lebenswelt hatten gravierende Auswirkungen auf mein Blogverhalten.
Deshalb werde ich die kürzlich vergangenen Fußballereignisse rund um den wohl immer noch ruhmreichen 1.FC Nürnberg im Schnelldurchlauf beschreiben, um wieder auf die Höhe der Stand der Dinge zu kommen. Also, zunächst zum Heimspiel gegen Werder Bremen, eigentlich ein Nullnullspiel, haben auch alle hinterher behauptet. Den Unterschied zugunsten der Bremer machten erstens der Claudio Pizzaro aus - und das nicht nur wegen seiner Schlitzohrigkeit - und zweitens der Schiedsrichter, der mit Timothy Chandler den einzig einigermaßen wirksamen Angriffsspieler vom Platz nahm, warum auch immer.
Dann letzte Woche das Spiel beim 1.FC Köln, eigentlich auch ein Nullzunullspiel, sogar mehr noch als das gegen Werder, denn der Claudio Pizzarro hat ja nicht mitgespielt, dafür aber wieder einer der Sportler in Schwarz oder Gelb oder in welcher Farbe auch immer, der das Nachtreten gegen den Andi Wolf mit einer lächerlichen, gelben Karte ahndete, komischerweise bekam der Andi dann gleich auch noch eine verpasst. Die Niederlage hatte aber auch mit einigen Spezialisten zu tun, die kurz vor dem entscheidenden Nullzueins recht ungeduldig auf den Schlußpfiff warteten und die vergeblichen Verteidigungsbemühungen der Kollegen aufmerksam und durchaus interessiert begutachteten. Und übrigens, behaupte, dass unsere Glubberer durchschnittliche Leistungen ablieferten, insofern waren wohl auch die Niederlagen "normal".
Ja und dann rückt in den letzten Wochen mehr und mehr die Personalplanung in den Vordergrund der Berichterstattung und Diskussionen. Der Andi Wolf - in den letzten Wochen in herausragender Form - mag das Vertragsangebot des Vereins nicht so recht annehmen, der Ilkay Gündogan könnte sich - meiner bescheidenen Meinung nach - jetzt so langsam entscheiden was oder wohin er will. Bei Mehmet Ekici gehen einige davon aus, dass er vielleicht auch während der kommenden Saison für Nürnberg zaubert, ich glaube es nicht. Für die Mittelstürmerposition, die ja bekanntlich frei wird, werden verschiedene Namen gehandelt, darunter Sven Schipplock, ein Tscheche Namens Tomas Pekhart und - als klingender Name - Benjamin Lauth. So gut hört sich das alles nicht an, ganz skeptische gehe ich davon aus, dass in der nächsten Saison wieder gegen Abstieg und um den Klassenerhalt gespielt wird, ganz normal.
Aber erstmal steht das fränkisch-bayerische Derby auf dem Programm, heute Nachmittag, angeblich ist das eines dieser Spiele, bei denen es ja das Nichts zu verlieren gibt, und außerdem, es ist ja auch nur Fußball.
Deshalb werde ich die kürzlich vergangenen Fußballereignisse rund um den wohl immer noch ruhmreichen 1.FC Nürnberg im Schnelldurchlauf beschreiben, um wieder auf die Höhe der Stand der Dinge zu kommen. Also, zunächst zum Heimspiel gegen Werder Bremen, eigentlich ein Nullnullspiel, haben auch alle hinterher behauptet. Den Unterschied zugunsten der Bremer machten erstens der Claudio Pizzaro aus - und das nicht nur wegen seiner Schlitzohrigkeit - und zweitens der Schiedsrichter, der mit Timothy Chandler den einzig einigermaßen wirksamen Angriffsspieler vom Platz nahm, warum auch immer.
Dann letzte Woche das Spiel beim 1.FC Köln, eigentlich auch ein Nullzunullspiel, sogar mehr noch als das gegen Werder, denn der Claudio Pizzarro hat ja nicht mitgespielt, dafür aber wieder einer der Sportler in Schwarz oder Gelb oder in welcher Farbe auch immer, der das Nachtreten gegen den Andi Wolf mit einer lächerlichen, gelben Karte ahndete, komischerweise bekam der Andi dann gleich auch noch eine verpasst. Die Niederlage hatte aber auch mit einigen Spezialisten zu tun, die kurz vor dem entscheidenden Nullzueins recht ungeduldig auf den Schlußpfiff warteten und die vergeblichen Verteidigungsbemühungen der Kollegen aufmerksam und durchaus interessiert begutachteten. Und übrigens, behaupte, dass unsere Glubberer durchschnittliche Leistungen ablieferten, insofern waren wohl auch die Niederlagen "normal".
Ja und dann rückt in den letzten Wochen mehr und mehr die Personalplanung in den Vordergrund der Berichterstattung und Diskussionen. Der Andi Wolf - in den letzten Wochen in herausragender Form - mag das Vertragsangebot des Vereins nicht so recht annehmen, der Ilkay Gündogan könnte sich - meiner bescheidenen Meinung nach - jetzt so langsam entscheiden was oder wohin er will. Bei Mehmet Ekici gehen einige davon aus, dass er vielleicht auch während der kommenden Saison für Nürnberg zaubert, ich glaube es nicht. Für die Mittelstürmerposition, die ja bekanntlich frei wird, werden verschiedene Namen gehandelt, darunter Sven Schipplock, ein Tscheche Namens Tomas Pekhart und - als klingender Name - Benjamin Lauth. So gut hört sich das alles nicht an, ganz skeptische gehe ich davon aus, dass in der nächsten Saison wieder gegen Abstieg und um den Klassenerhalt gespielt wird, ganz normal.
Aber erstmal steht das fränkisch-bayerische Derby auf dem Programm, heute Nachmittag, angeblich ist das eines dieser Spiele, bei denen es ja das Nichts zu verlieren gibt, und außerdem, es ist ja auch nur Fußball.
14.03.11
eurobbabocholbocho
Auf den eigenartigen Titel des Posts komme ich zum Schluß noch einmal, aber zunächst einmal zur Geschichtes des gestrigen Zweizueins in der Volkswagenstadt.
Zu Beginn kamen unsere Glubberer nicht so recht in die Gänge, lag auch an den Wolfsburgern, die wacher, entschlossener und überhaupt ziemlich ordentlich anfingen, spielten, die das Einsnull köpfelten und wenn Diego und Dieudonné Mbokani vernünftige Kopfballspieler wären, steht es nach einer halben Stunde zweizunull und das Spiel ist gelaufen, behaupte ich jetzt einfach mal.
Nach dieser halben Stunde entschlossen sich die Volkswagen-Bolzer wohl, die kommenden fünfzig Minuten erst einmal abzuwarten, was der fast schon sagenhafte FCN so zu bieten hat, immerhin war das ja die zweitbeste Mannschaft in der Rückrunde, die so schnell von Abwehr auf Angriff umschalten kann, erzählte man sich zumindest. Da war doch Vorsicht angesagt. Diese - konnte man meinen - beinahe mannschaftliche Gedanke hatte zur Folge, dass die Unseren so einigermaßen in das Spiel, aber trotzdem kaum vor das Tor fanden, und das Einszueins durch Philipp Wollscheid kurz vor der Pause fiel etwas überraschend, war - wenn man ehrlich ist - unsere erste Torchance im Spiel.
scharmützel im mittelfeld
Nach der Pause verging dann kaum eine Minute, ohne dass sich irgendein Spieler - mal einer der einen, mal einer der anderen Mannschaft - nicht irgendein Körperteil hielt und am Boden krümmte, zumeist war das Krümmen und Welzen aber nicht die Folge wüsten EInsteigens, sondern geschah meist nach recht ungücklichen Zusammenstößen. Doch es gab viele, kleine Fouls und der Sportskamerad Schiedsrichter war recht entscheidungsfreudig, zwischen der fünfundvierzigsten und siebzigsten Minute wurde im Mittelfeld also heftig scharmützelt, nicht wirklich Fußball gespielt.
Doch das Spiel entwickelte sich, und zwar so, wie ich das nicht erwartet hatte, denn wir Clubberer können ja mit dem Punkt leben, so dachte ich, und die anderen, die Wolfsburger, brauchten diese drei Punkte dringendst, dachte ich, und rechnete mit zunehmender Spieldauer mit Konterchancen. Aber es kam anders, vielleicht sogar, weil die "Wölfe" so langsam, aber sicher die übliche, akute Abstiegsangst bekamen und sich zurückzogen.
Sie überliessen unseren Glubberern die Initiative, doch die verhedderten sich zumeist mit ihren Angriffsversuchen, standen dazu noch furchtbar "hoch", und unsere betuchten Gastgeber fingen an Konter zu laufen, vergaben brauchbare Torgelegenheiten, doch witterten - ganz Wölfe eben - trotzdem die bekannte Morgenluft. Und nachdem der mächtige Grafite eingewechselt wurden, da schwamm die Clubabwehr gewaltig.
Ja, und diese Geschichte in der Nachspielzeit, die kennen wir alle, der Pelle Nilsson wurde eingewechselt - eigentlich um Schlimmeres zu verhindern - es gab diese Ecke, und die Wolfsburger waren dieser Ansammlung von Kopfballungeheuern - nämlich Wollscheid, Wolf und eben Nilsson, dazu kamen noch Leute wie Eigler und Simons, die man auch nicht stehen lassen darf - einfach nicht mehr gewachsen.
bocho?
Und zurecht war der Jubel groß, unter den Fanatikern, unter den Spielern, und nach dem Schlußpfiff wurde gefeiert vor dem Club-Block, insbesondere Almog Cohen, Ilkay Gündogan, Mehmet Ekici und Robert Mak tanzten durch die Gegend. Der Almog Cohen - übermütig wie immer - gab dann auch dem Andy Wolf einen kräftigen Stoß, der guckte erst ziemlich erschrocken und etwas grimmig, begriff aber dann doch, und begann seinerseits den Almog Cohen zu schubsen und liess sich dann seinerseits sogar vom Robert Mak schubsen - hat ja Übung darin, der Andi, während der neunzig Minuten macht er ja auch nichts anderes. So wurde also getanzt vor dem Clubblock, am letzten Samstagabend, aber es war kein Walzer, sondern ein - der Kreis schliesst sich - ein echter Eurobbabocholbocho*.
Zu Beginn kamen unsere Glubberer nicht so recht in die Gänge, lag auch an den Wolfsburgern, die wacher, entschlossener und überhaupt ziemlich ordentlich anfingen, spielten, die das Einsnull köpfelten und wenn Diego und Dieudonné Mbokani vernünftige Kopfballspieler wären, steht es nach einer halben Stunde zweizunull und das Spiel ist gelaufen, behaupte ich jetzt einfach mal.
Nach dieser halben Stunde entschlossen sich die Volkswagen-Bolzer wohl, die kommenden fünfzig Minuten erst einmal abzuwarten, was der fast schon sagenhafte FCN so zu bieten hat, immerhin war das ja die zweitbeste Mannschaft in der Rückrunde, die so schnell von Abwehr auf Angriff umschalten kann, erzählte man sich zumindest. Da war doch Vorsicht angesagt. Diese - konnte man meinen - beinahe mannschaftliche Gedanke hatte zur Folge, dass die Unseren so einigermaßen in das Spiel, aber trotzdem kaum vor das Tor fanden, und das Einszueins durch Philipp Wollscheid kurz vor der Pause fiel etwas überraschend, war - wenn man ehrlich ist - unsere erste Torchance im Spiel.
scharmützel im mittelfeld
Nach der Pause verging dann kaum eine Minute, ohne dass sich irgendein Spieler - mal einer der einen, mal einer der anderen Mannschaft - nicht irgendein Körperteil hielt und am Boden krümmte, zumeist war das Krümmen und Welzen aber nicht die Folge wüsten EInsteigens, sondern geschah meist nach recht ungücklichen Zusammenstößen. Doch es gab viele, kleine Fouls und der Sportskamerad Schiedsrichter war recht entscheidungsfreudig, zwischen der fünfundvierzigsten und siebzigsten Minute wurde im Mittelfeld also heftig scharmützelt, nicht wirklich Fußball gespielt.
Doch das Spiel entwickelte sich, und zwar so, wie ich das nicht erwartet hatte, denn wir Clubberer können ja mit dem Punkt leben, so dachte ich, und die anderen, die Wolfsburger, brauchten diese drei Punkte dringendst, dachte ich, und rechnete mit zunehmender Spieldauer mit Konterchancen. Aber es kam anders, vielleicht sogar, weil die "Wölfe" so langsam, aber sicher die übliche, akute Abstiegsangst bekamen und sich zurückzogen.
Sie überliessen unseren Glubberern die Initiative, doch die verhedderten sich zumeist mit ihren Angriffsversuchen, standen dazu noch furchtbar "hoch", und unsere betuchten Gastgeber fingen an Konter zu laufen, vergaben brauchbare Torgelegenheiten, doch witterten - ganz Wölfe eben - trotzdem die bekannte Morgenluft. Und nachdem der mächtige Grafite eingewechselt wurden, da schwamm die Clubabwehr gewaltig.
Ja, und diese Geschichte in der Nachspielzeit, die kennen wir alle, der Pelle Nilsson wurde eingewechselt - eigentlich um Schlimmeres zu verhindern - es gab diese Ecke, und die Wolfsburger waren dieser Ansammlung von Kopfballungeheuern - nämlich Wollscheid, Wolf und eben Nilsson, dazu kamen noch Leute wie Eigler und Simons, die man auch nicht stehen lassen darf - einfach nicht mehr gewachsen.
bocho?
Und zurecht war der Jubel groß, unter den Fanatikern, unter den Spielern, und nach dem Schlußpfiff wurde gefeiert vor dem Club-Block, insbesondere Almog Cohen, Ilkay Gündogan, Mehmet Ekici und Robert Mak tanzten durch die Gegend. Der Almog Cohen - übermütig wie immer - gab dann auch dem Andy Wolf einen kräftigen Stoß, der guckte erst ziemlich erschrocken und etwas grimmig, begriff aber dann doch, und begann seinerseits den Almog Cohen zu schubsen und liess sich dann seinerseits sogar vom Robert Mak schubsen - hat ja Übung darin, der Andi, während der neunzig Minuten macht er ja auch nichts anderes. So wurde also getanzt vor dem Clubblock, am letzten Samstagabend, aber es war kein Walzer, sondern ein - der Kreis schliesst sich - ein echter Eurobbabocholbocho*.
09.03.11
einfallslos
Muss zugeben, so langsam überfällt mich eine gewisse Hilflosigkeit, und es fällt mir nichts mehr ein, angesichts dieser unfassbaren Erfolgsgeschichte unserer Glubberer während der Rückrunde, und ich frage mich - auch langsam - ob die Mannschaft wirklich so gut ist.
Beim Heimspiel gegen St.Pauli drehten unsere elf Spezialisten - dieses mal und zur Abwechslung - um Christian Eigler während der ersten fünfzehn Minuten auf, schossen drei Tore, spielte dann siebzig Minuten lang Päßchen, um dann die letzten fünf Minuten dann wieder auf ernst zu machen, und schnell noch zwei Tore nachzulegen, von wegen Torverhältnis und so. Die Unseren hatte den FC St.Pauli also über neunzig Minuten fest im Griff und das ganz locker.
Unheimlich an der ganzen Geschichte war auch, dass ich am Wochenende wie immer vor dem Radio sitzend schon vor dem Anpfiff die Ruhe selbst war, normalerweise beginne ich spätestens zur ARD-Schlußkonferenz wie bescheuert in meinem Wohnzimmer umherzurennen und andere auf mentalen Defekt hinweisende Verhaltensweisen zu zeigen, so irgendwo zwischen Hoffen und Bangen, so sagt man doch. Offenbar umgibt eine - doch auch verdächtige - Aura der selbstverständlichen Ausgeglichenheit und Gelassenheit die gesamte Clubfamilie, egal ob deren Mitglieder nun in Schwabach, Hof, Würzburg, Bamberg, Berlin oder Timbuktu residieren.
Echtes Theater - wie man es eigentlich bei und von uns Glubberern gewohnt ist - bestaunt der gemeine Clubfanatiker gegenwärtig anderswo, etwa bei den Wolfsburgern, Stuttgartern, Bremern, die gegen den Abstieg kämpfen, oder beim HSV, der seit Jahren seinen Umsatz steigert, damit aber nichts anfangen kann, weil der im Verein ebenfalls seit Jahren tobende Machtkampf lähmt oder beim FC Bayern, der schlicht vergessen hat, ein paar kopfballstarke Spieler zu verpflichten und deren Trainer van Gaal es - im Gegensatz zu Barcas Pep Guardiola übrigens - offenbar für überflüssig hielt, seinen Schützlingen beizubringen wie man verteidigt. Von der innigen Beziehung zwischen Aufsichtsratschef Tönnies und Felix Magath auf Schalke jetzt mal ganz zu schweigen oder eben nicht.
Zwanghaft und krampfhaft über mehrere Tage nachdenkend bin ich aber doch noch auf einen Grund zur Sorge gestossen. Gottseidank. Ich sorge mich doch sehr, dass der inzwischen hochverehrte Dieter Hecking nach der Rückkehr des talentierten Mr Gündogan die Mannschaft zu offensiv macht, indem er erstens den Ilkay wieder von Beginn an auf den Platz schickt, zweitens Robert Mak in der Mannschaft lässt und stattdessen den unverzichtbaren Almog Cohen auf die Bank setzt. Dann - und da komme ich einmal mehr auf eine meiner Lieblingsthemen - stimmt die Balance zwischen Offensive und Defensive nicht mehr, weil sich zu viele eher offensivstarke Spieler im Mittelfeld tummeln und so werden wir das Spiel in Wolfsburg verlieren. Es darf also doch wieder gezittert werden, wäre ja auch zu Schade.
Beim Heimspiel gegen St.Pauli drehten unsere elf Spezialisten - dieses mal und zur Abwechslung - um Christian Eigler während der ersten fünfzehn Minuten auf, schossen drei Tore, spielte dann siebzig Minuten lang Päßchen, um dann die letzten fünf Minuten dann wieder auf ernst zu machen, und schnell noch zwei Tore nachzulegen, von wegen Torverhältnis und so. Die Unseren hatte den FC St.Pauli also über neunzig Minuten fest im Griff und das ganz locker.
Unheimlich an der ganzen Geschichte war auch, dass ich am Wochenende wie immer vor dem Radio sitzend schon vor dem Anpfiff die Ruhe selbst war, normalerweise beginne ich spätestens zur ARD-Schlußkonferenz wie bescheuert in meinem Wohnzimmer umherzurennen und andere auf mentalen Defekt hinweisende Verhaltensweisen zu zeigen, so irgendwo zwischen Hoffen und Bangen, so sagt man doch. Offenbar umgibt eine - doch auch verdächtige - Aura der selbstverständlichen Ausgeglichenheit und Gelassenheit die gesamte Clubfamilie, egal ob deren Mitglieder nun in Schwabach, Hof, Würzburg, Bamberg, Berlin oder Timbuktu residieren.
Echtes Theater - wie man es eigentlich bei und von uns Glubberern gewohnt ist - bestaunt der gemeine Clubfanatiker gegenwärtig anderswo, etwa bei den Wolfsburgern, Stuttgartern, Bremern, die gegen den Abstieg kämpfen, oder beim HSV, der seit Jahren seinen Umsatz steigert, damit aber nichts anfangen kann, weil der im Verein ebenfalls seit Jahren tobende Machtkampf lähmt oder beim FC Bayern, der schlicht vergessen hat, ein paar kopfballstarke Spieler zu verpflichten und deren Trainer van Gaal es - im Gegensatz zu Barcas Pep Guardiola übrigens - offenbar für überflüssig hielt, seinen Schützlingen beizubringen wie man verteidigt. Von der innigen Beziehung zwischen Aufsichtsratschef Tönnies und Felix Magath auf Schalke jetzt mal ganz zu schweigen oder eben nicht.
Zwanghaft und krampfhaft über mehrere Tage nachdenkend bin ich aber doch noch auf einen Grund zur Sorge gestossen. Gottseidank. Ich sorge mich doch sehr, dass der inzwischen hochverehrte Dieter Hecking nach der Rückkehr des talentierten Mr Gündogan die Mannschaft zu offensiv macht, indem er erstens den Ilkay wieder von Beginn an auf den Platz schickt, zweitens Robert Mak in der Mannschaft lässt und stattdessen den unverzichtbaren Almog Cohen auf die Bank setzt. Dann - und da komme ich einmal mehr auf eine meiner Lieblingsthemen - stimmt die Balance zwischen Offensive und Defensive nicht mehr, weil sich zu viele eher offensivstarke Spieler im Mittelfeld tummeln und so werden wir das Spiel in Wolfsburg verlieren. Es darf also doch wieder gezittert werden, wäre ja auch zu Schade.
28.02.11
verletzungs-bulletin: update
Den Oberschenkeln einiger Clubberer ist der Ausflug auf Schalke gar nicht so gut bekommen.
Am schlimmsten hat es den Juri Judt erwischt. Kaum hatte er sich einmal auf die für ihn ungewohnte, ungewöhliche Position im zentralen, offensiven Mittelfeld verirrt, erlitt er auch schon einen Muskelfaserriß im Oberschenkel. Er wird voraussichtlich drei Wochen nicht auflaufen können.
Mehmet Ekici hat - wie schon berichtet - einen heftigen Pferdekuß auf den Oberschenkel abbekommen, der nicht - wie irrtümlich berichtet - zu einem Faserriß, sondern lediglich zu einer Prellung führte. Möglich, dass er am kommenden Samstag wieder von Beginn an wirbeln kann, so dass auch das Comeback unseres Marek Mintals - gemeint ist, von der ersten Minute an - fraglich wird, wäre irgendwie auch schade
Auch Javier Pinola musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden, selbstverständlich wegen Problemen im Oberschenkel, genauer im Adduktorenbereich. Soll sich aber lediglich um eine Verhärtung handeln, so dass einem Einsatz gegen St. Pauli eigentlich nichts im Wege steht.
Am schlimmsten hat es den Juri Judt erwischt. Kaum hatte er sich einmal auf die für ihn ungewohnte, ungewöhliche Position im zentralen, offensiven Mittelfeld verirrt, erlitt er auch schon einen Muskelfaserriß im Oberschenkel. Er wird voraussichtlich drei Wochen nicht auflaufen können.
Mehmet Ekici hat - wie schon berichtet - einen heftigen Pferdekuß auf den Oberschenkel abbekommen, der nicht - wie irrtümlich berichtet - zu einem Faserriß, sondern lediglich zu einer Prellung führte. Möglich, dass er am kommenden Samstag wieder von Beginn an wirbeln kann, so dass auch das Comeback unseres Marek Mintals - gemeint ist, von der ersten Minute an - fraglich wird, wäre irgendwie auch schade
Auch Javier Pinola musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden, selbstverständlich wegen Problemen im Oberschenkel, genauer im Adduktorenbereich. Soll sich aber lediglich um eine Verhärtung handeln, so dass einem Einsatz gegen St. Pauli eigentlich nichts im Wege steht.
27.02.11
kontrastprogramm
Ich weiche von meiner bisheriger Praxis ab und berichte jetzt - nur einen Tag später - über das letzte Bundesligaspiel des Clubs, den Punktgewinn auf Schalke, bin also aktuell, der Post ist quasi mit der heißen Nadel gestrickt.
Leider gab es gestern nachmittag zwei Verletzte. Der erste, der aus dem Spiel genommen werden musste, war Juri Judt, nach einer halben Stunde. Und wenn man dem netten Analysetool "Matrix" auf bundesliga.de glauben möchte, dann brachte er es bis dahin fertig, an mehr Spielaktionen teilzunehmen als der Christian Eigler im gesamten Spiel - die Aussage muss man fairerweise etwas relativieren, denn der bekam wenig verwertbare Bälle. Juri warf sich also wie immer aufopferungsvoll und bei jeder Gelegenheit in das Schlachtgetümmel, um das 'mal martialisch auszudrücken.
Dem Juri folgte dann nach einer Stunde der Mehmet Ekici. Er erlitt nach nach einem Schlag auf den Oberschenkel einen Muskelfaserriß und wird wohl mehrere Wochen ausfallen. Was Judt in der Verteidigung ist, das gilt für Ekici im Angriff, er sucht das Spiel, möchte am liebsten jeden Ball bekommen und ist deshalb "Dreh- und Angelpunkt" in der Offensive. Wie er den Ball hält, sich aus dem Zweikämpfen mit schnellsten Bewegungen herauswindet, um sich so eine vernünftige Paßsituation zu schaffen, das ist beeindruckend. Die beiden werden uns gegen Pauli fehlen.
Gegen Ende des Spieles hatten wir dann eine bemerkenswerte Mischung aus Jugendspielern und alten Herren auf dem Platz - wenn man von Eigler und Wolf absieht, die beiden befinden sich im besten Bundesligaalter. Schätze übrigens, dass der Marek Mintal kommenden Samstag nach langer Zeit wieder von Anfang auf dem Platz herumlauern wird. Wobei ich erwähnen darf, dass er gestern nicht nur lauerte, sondern - wie sagt man - Präsenz zeigte, und die Bälle geschickt verteilte.
zum kontrastprogramm
Jetzt habe ich mich gewohnheitsmäßig in der Spielbeschreibung verstrickt, und einige werden sich fragen, wie ich überhaupt auf den Titel des Beitrags - kontrastprogramm - komme und was das bisherige Getippsel damit zu tun hat. Eigentlich hat es gar nichts mit dem Bisherigen zu tun, sondern mit dem Spielniveau der gestrigen Partie. Fand das bestenfalls durchschnittlich, und das betrifft nicht nur das Match an sich und die langweiligen Schalker, sondern auch unserer Glubberer.
Kein Vergleich mit dem Pokalspiel, das vor einigen Wochen stattfand. Gestern nachmittag war es eben nicht leidenschaftlich, sondern es ging eher gemütlich zu. Und so vergeigte Mendler zehn Minuten vor Schluß das Zweizueins, verpaßte möglicherweise den Siegtreffer. Hinten verschuldete der ansonsten überzeugende Wollscheid kurz vor Schluß beinahe das Einszuzwei. Die Mannschaft wirkte in der zweiten Halbzeit etwas unkonzentriert, wenn man vom glänzenden Raphael Schäfer absieht, es fehlte der letzte Zug, die letzte Wucht, die uns in den letzten Wochen so ausgezeichnet hat.
Wenn ich mir jetzt den letzten Absatz so durchlese, bemerke ich, dass der etwas undankbar ist, wahrscheinlich bin ich verwöhnt, von den letzten Wochen, vom herausragenden Spiel, von der Siegesserie. Unsere Glubberer haben während dieser Zeit am Anschlag gespielt, die neunzig Minuten auf Schalke waren eben wieder Alltag, gehobener FCN-Durchschnitt und unsere Jungen brauchen - wie sagen alle - noch Zeit. Geduld ist somit angesagt.
Vielleicht bin ich aber auch etwas versaut von der Qualität, die in der Championsleague seit ein paar Wochen wieder Dienstags und Mittwochs geboten wird, so maßstabsmäßig. Das Tempo und die Präzision mit der bzw. dem etwa Arsenal und Barca vorletzten Mittwoch bolzten, kann nur mit unfassbar oder sogar übermenschlich beschrieben werden. Bolzen kann man das nicht mehr nennen, gebolzt, das wird beim FCN, das aber ziemlich gut, schon die ganze Saison. Bis jetzt zumindest.
Leider gab es gestern nachmittag zwei Verletzte. Der erste, der aus dem Spiel genommen werden musste, war Juri Judt, nach einer halben Stunde. Und wenn man dem netten Analysetool "Matrix" auf bundesliga.de glauben möchte, dann brachte er es bis dahin fertig, an mehr Spielaktionen teilzunehmen als der Christian Eigler im gesamten Spiel - die Aussage muss man fairerweise etwas relativieren, denn der bekam wenig verwertbare Bälle. Juri warf sich also wie immer aufopferungsvoll und bei jeder Gelegenheit in das Schlachtgetümmel, um das 'mal martialisch auszudrücken.
Dem Juri folgte dann nach einer Stunde der Mehmet Ekici. Er erlitt nach nach einem Schlag auf den Oberschenkel einen Muskelfaserriß und wird wohl mehrere Wochen ausfallen. Was Judt in der Verteidigung ist, das gilt für Ekici im Angriff, er sucht das Spiel, möchte am liebsten jeden Ball bekommen und ist deshalb "Dreh- und Angelpunkt" in der Offensive. Wie er den Ball hält, sich aus dem Zweikämpfen mit schnellsten Bewegungen herauswindet, um sich so eine vernünftige Paßsituation zu schaffen, das ist beeindruckend. Die beiden werden uns gegen Pauli fehlen.
Gegen Ende des Spieles hatten wir dann eine bemerkenswerte Mischung aus Jugendspielern und alten Herren auf dem Platz - wenn man von Eigler und Wolf absieht, die beiden befinden sich im besten Bundesligaalter. Schätze übrigens, dass der Marek Mintal kommenden Samstag nach langer Zeit wieder von Anfang auf dem Platz herumlauern wird. Wobei ich erwähnen darf, dass er gestern nicht nur lauerte, sondern - wie sagt man - Präsenz zeigte, und die Bälle geschickt verteilte.
zum kontrastprogramm
Jetzt habe ich mich gewohnheitsmäßig in der Spielbeschreibung verstrickt, und einige werden sich fragen, wie ich überhaupt auf den Titel des Beitrags - kontrastprogramm - komme und was das bisherige Getippsel damit zu tun hat. Eigentlich hat es gar nichts mit dem Bisherigen zu tun, sondern mit dem Spielniveau der gestrigen Partie. Fand das bestenfalls durchschnittlich, und das betrifft nicht nur das Match an sich und die langweiligen Schalker, sondern auch unserer Glubberer.
Kein Vergleich mit dem Pokalspiel, das vor einigen Wochen stattfand. Gestern nachmittag war es eben nicht leidenschaftlich, sondern es ging eher gemütlich zu. Und so vergeigte Mendler zehn Minuten vor Schluß das Zweizueins, verpaßte möglicherweise den Siegtreffer. Hinten verschuldete der ansonsten überzeugende Wollscheid kurz vor Schluß beinahe das Einszuzwei. Die Mannschaft wirkte in der zweiten Halbzeit etwas unkonzentriert, wenn man vom glänzenden Raphael Schäfer absieht, es fehlte der letzte Zug, die letzte Wucht, die uns in den letzten Wochen so ausgezeichnet hat.
Wenn ich mir jetzt den letzten Absatz so durchlese, bemerke ich, dass der etwas undankbar ist, wahrscheinlich bin ich verwöhnt, von den letzten Wochen, vom herausragenden Spiel, von der Siegesserie. Unsere Glubberer haben während dieser Zeit am Anschlag gespielt, die neunzig Minuten auf Schalke waren eben wieder Alltag, gehobener FCN-Durchschnitt und unsere Jungen brauchen - wie sagen alle - noch Zeit. Geduld ist somit angesagt.
Vielleicht bin ich aber auch etwas versaut von der Qualität, die in der Championsleague seit ein paar Wochen wieder Dienstags und Mittwochs geboten wird, so maßstabsmäßig. Das Tempo und die Präzision mit der bzw. dem etwa Arsenal und Barca vorletzten Mittwoch bolzten, kann nur mit unfassbar oder sogar übermenschlich beschrieben werden. Bolzen kann man das nicht mehr nennen, gebolzt, das wird beim FCN, das aber ziemlich gut, schon die ganze Saison. Bis jetzt zumindest.
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